Uster fehlt die Phantasie
Der FC Uster bot auswärts gegen Binningen viel brotlose Kunst. Die Konsequenz daraus: Er kam nicht über ein 0:0 hinaus.
Am Ende hätte Uster gar noch verlieren können. Nach einem missglückten Zuspiel im Mittelfeld stand ein Binninger plötzlich allein vor FCU-Torhüter Adrian Gehrig. Er schoss aber aus wenigen Metern in dessen Hände und sorgte dafür, dass die Interregio-Partie torlos blieb und Uster nicht ganz ohne Punkte aus dem Baselbiet nach Hause zurückkehren musste.
Zuvor hatten sich die Ustermer, die das Hinspiel trotz eklatanter Überlegenheit verloren hatten, für einmal nicht nur schwergetan mit dem Verwerten von Torgelegenheiten. Sie scheiterten diesmal oft schon beim Kreieren von solchen.
Zwar war der FCU wie üblich häufig in Ballbesitz und schnürte den Gegner über weite Strecken in dessen eigener Hälfte ein. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison fehlte es dem Spiel der Ustermer aber etwas an Bewegung und Phantasie, sodass verheissungsvolle Zuspiele in die Tiefe rar waren.
Einem Torerfolg nahe kamen lediglich Caner Türkmen mit einem Schlenzer und vor allem Diego Kappler, der nach einer Flanke von Captain Ivan Jakovljev nur den gegnerischen Keeper traf.
Gehrig rettet den Punkt
Nach der Pause intensivierten die Gäste ihre Bemühungen und erhöhten den Druck auf die tiefstehenden Binninger. Sie zeigten sich wach im Gegenpressing und wussten mit schnellen Ballrückeroberungen zu gefallen. Ihren Aktionen mangelte es aber weiterhin an der letzten Überzeugung.
Mehr als eine Kopfballchance, die wiederum Kappler vergab, sprang trotz aller Anstrengungen nicht heraus. Stattdessen wäre dem bis dahin harmlosen Heimteam, das sich vor allem mit Kampf und physischer Stärke hervortat, in letzter Minute beinahe der Lucky Punch geglückt.
Dank Gehrigs Eingreifen endete aber auch die zweite Rückrundenpartie der Ustermer unentschieden.