Ein tiefer Taucher für Uster
Der UHC Uster bietet dem NLA-Tabellenführer SV Wiler-Ersigen bis zur Spielmitte Paroli, bricht danach jedoch ein.
Für den UHC Uster war vor dem Besuch beim NLA-Leader Wiler-Ersigen klar: Rang 4 und damit das Playoff-Heimrecht waren ausser Reichweite. Es ging also nur darum, sich mit Blick auf das Playoff-Wahlprozedere als unangenehmer Gegner zu präsentieren.
Doch am Ende setzte es eine deutliche 4:12-Niederlage ab.
Dabei waren die Gäste eigentlich gut in die Partie gekommen. Keine 90 Sekunden waren gespielt, da brachte Ted Nivestam sie mit dem ersten Abschluss überhaupt in Führung.
Nach dem Ausgleich der Emmentaler schlug Uster kurz vor der ersten Pause zurück: Förderkaderspieler Timo Renner traf neun Sekunden vor der Sirene zur erneuten Führung. Mit etwas mehr Wettkampfglück hätte es gar höher stehen können, doch Andrin Hollenstein rettete in extremis für seinen bereits geschlagenen Keeper Merlin Picariello.
Auch nach dem ersten Seitenwechsel hielt Uster dagegen, musste aber innert vier Minuten die Wende hinnehmen. Zwischen den Gegentreffern scheiterte Josia Pfister noch an der Latte.
In der 28. Minute bot sich dann die Chance zum Ausgleich: Topscorer Alexander Galante Carlström sass nach einem Foul an Yves Klöti auf der Strafbank – und Uster nutzte das Powerplay eiskalt. Nur elf Sekunden dauerte es, bis Daniels Jānis Anis ein Zuspiel von Klöti zum 3:3 ablenkte. Es war bereits der dritte Assist von Klöti.
Der Favorit wird dominanter
Doch danach kippte die Partie brutal. Keine acht Minuten nach dem Ausgleich lag der Rekordmeister 6:3 vorne.
Uster bekundete zunehmend Mühe, sich aus dem eigenen Drittel zu befreien, während Wiler-Ersigen seine Konter mustergültig ausspielte – so auch beim 5:3 bei angezeigter Strafe. Eine doppelte Zweiminutenstrafe gegen Interims-Captain Jean-Luc Klöti kurz vor der zweiten Pause erschwerte die Aufgabe zusätzlich.
Dank eines überragenden Nicola Brütsch im Ustermer Tor dauerte es bis ins Schlussdrittel, ehe die Berner die Überzahl doch noch ausnutzten. Zwar setzte Yves Klöti mit einem sehenswerten Weitschuss-Onetimer zum 4:7 noch ein Ausrufezeichen, doch es blieb ein kurzes Aufbäumen.
Die Emmentaler zogen weiter davon, Claudio Schmid – ein Ex-Ustermer – traf im Powerplay zum «Stängeli». In der Schlussminute folgten zwei weitere Treffer zum deutlichen 12:4-Endstand.