«Unsere Mission war erfüllt. Ob er oder ich zuoberst steht, war ein Detail»
Genau 20 Jahre ist es her, seit die Fischenthaler Brüder Philipp und Simon Schoch Sportgeschichte schrieben und den Olympia-Final im Parallel-Riesenslalom zum Bruderduell machten. Zum Jubiläum erinnern sich die beiden an den Moment.
Die Karriere der Fischenthaler Brüder Philipp und Simon Schoch ist zwar schon seit 2014 vorbei. Im Büro ihrer Baufirma in Steg ist sie aber noch omnipräsent. Überall stehen Pokale, hängen Fotos oder weitere teils originelle Erinnerungsstücke – wie zum Beispiel der legendäre Silbermantel von den Spielen 2002 in Salt Lake City.
Es mutet fast wie ein Museum an und ist deshalb ein sehr passender Ort, um mit den Schoch-Brüdern zurückzublicken auf das, was sich am Sonntag zum 20. Mal jährt: Am 22. Februar 2006 standen die beiden an den Olympischen Winterspielen in Turin zusammen im Final des Parallel-Riesenslaloms.
Habt Ihr den 22. Februar in Eurer Agenda besonders angestrichen?
Simon Schoch: Nein. Alle vier Jahre, wenn Olympische Spiele sind, kommt das wieder hoch. Sonst geht der Februar vorbei, ohne dass ich gross an diesen Moment denke.
Philipp Schoch: Es ist ja auch immer genug anderes los. Und immer in der Vergangenheit zu leben, das ist nicht so mein Ding. Der Moment ist aber schon noch präsent. Man erinnert sich ab und zu einmal zurück, spricht mit den Kindern darüber. Es ist manchmal gar nicht so weit weg. Aber wir sehen den Kindern an, wie die Zeit läuft. Mein Sohn kommt in die Lehre, Simons Sohn ist schon in der Lehre.
Wann habt Ihr zuletzt darüber geredet?
Simon: Am Mittwoch. Tomoka Takeuchi, die mit uns trainierte und jetzt noch immer im Schweizer Team war, hatte ihr letztes Rennen an den Olympischen Spielen. Dario Caviezel und Ladina Caviezel-Jenny haben eine Abschlussparty organisiert. Da haben wir die alten Kollegen wieder gesehen.
Philipp: Es war wie ein Klassentreffen.
Welche Geschichte lief am besten?
Simon: Dass er gewonnen hat! (beide lachen).

Philipp Schoch (46) setzte 2002 in Salt Lake City (USA)sein erstes Ausrufezeichen, als er bei seiner Olympia-Premiere gleich triumphierte. 2006 machte er sich an den Spielen in Turin zum Doppel-Olympiasieger. Im Final wies er Bruder Simon in die Schranken. Seine dritten und letzten Winterspiele bestritt der Tösstaler 2014 in Sotschi. Philipp Schoch bestritt sechs Weltmeisterschaften. Zweimal gewann er WM-Silber – beide Medaillen sicherte er sich 2007 an der Heim-WM in Arosa. Sein Weltcup-Debüt feierte der Alpin-Boarder 2000 in Ischgl (AUT). In 116 Weltcup-Rennen sammelte er 26 Podestplätze und fuhr 15 Siege heraus. Philipp Schoch ist verheiratet, Vater von zwei Kindern. Er ist einer der Inhaber des Strassen- und Tiebaufirma Schoch + Hirzel AG in Steg, wo er als Polier arbeitet.

Simon Schoch (47) hat in seiner langen und erfolgreichen Alpin-Snowboard-Karriere neben Olympia-Silber 2006 auch vier WM-Medaillen gewonnen. An der Heim-WM in Arosa wurde er 2007 Weltmeister – notabene nach einem gewonnenen Finalduell gegen Bruder Philipp. Daneben holte er zweimal WM-Silber und einmal Bronze. Simon Schoch debütierte 1997 im Weltcup, in dem er bis zum Rücktritt 2014 insgesamt 145 Rennen absolvierte. Er stand 30-mal auf dem Weltcup-Podest, wobei er neun Siege feierte. Simon Schoch startete an den Winterspielen 2002, 2006, 2010 und 2014 sowie an sieben Weltmeisterschaften. Er ist verheiratet, Vater von zwei Kindern und einer der Inhaber der Strassen- und Tiefbaufirma Schoch + Hirzel AG in Steg, wo er als Geschäftsführer arbeitet.
Ein Familienduell um Olympia-Gold – das gibt es extrem selten. Was sagt das über den Stellenwert aus?
Philipp: Es war das Schönste, was man erleben kann. In unserer Sportart, die wir so gerne ausübten, zusammen den Final zu bestreiten, war das Highlight.
Simon: Die Bedeutung wird einem je länger, je mehr bewusst. Damals waren wir ja völlig in der Geschichte drin. Wir waren fokussiert, machten unsere mentalen Dinge, haben es visualisiert.
Philipp: Wir hatten es programmiert und es dadurch auch schon erlebt.
Simon: Der Moment war deshalb für uns keine Überraschung, wir hatten das schon tausendmal durchgespielt. Klar, die Emotion war schon noch einmal eine andere, als wir uns dann physisch in die Arme nahmen. Und im Nachhinein gesehen war es schon noch krass.

Warum?
Simon: Es gab beispielsweise noch Re-Runs. Und um auf Nummer sicherzugehen, mussten wir Erster und Zweiter nach der Qualifikation sein. Sonst hätten wir das Risiko gehabt, dass wir schon vor dem Final aufeinandertreffen.
Philipp: Wir sagten uns: Wir müssen in der Qualifikation schon Vollgas geben. Es war klar der Plan: Wir müssen Erster und Zweiter sein. Und wir wussten: Wir haben das in den Füssen.
Habt Ihr im Ziel schnell realisiert: Wir haben etwas Aussergewöhnliches geschafft?
Philipp: Das habe ich mir gar nie überlegt, nein. Wir wollten das einfach. Die Dimension wurde mir erst später bewusst.
Simon: Bei mir war es viel später, eigentlich erst nach der Karriere. Was es bedeutet, was wirklich alles zusammenstimmen musste an diesem Tag. Einmal ein bisschen auf der Kante hängenbleiben und einen weiteren Weg machen – und es ist vorbei. Solche Dinge waren mir nicht bewusst. Es lief ja gut, es lief nach Plan.
Philipp: Wir waren zu jener Zeit beide stark und schafften es mehrmals zusammen in Finals. An der WM war es nachher ja auch noch der Fall.
Wie seid Ihr mit dem Erfolgsdruck umgegangen?
Philipp: Wir haben extrem am Mentalen gearbeitet. Ich wusste: Wenn ich fit bin und ein gutes Rennen zeige, bin ich vorne. Ich habe mir den Druck von der Schulter genommen und habe gesagt: Erstens habe ich schon eine Medaille. Und zweitens wollen wir etwas miteinander erreichen. Das war der Fokus. Wir haben uns gegenseitig gepusht. Ich war am Start nicht nervös. Überhaupt nicht. Wie oft haben wir das mental durchgespielt! Immer wieder. Die Quali, die Läufe, den Final.
Simon: Und trotzdem, man hat es auch dieses Jahr wieder gesehen: Olympia hat manchmal andere Gesetze. Mikaela Shiffrin hat es jetzt auch geschafft, aber die Geschichte dahinter war riesig. Oder ein Odermatt. Die müssen liefern. Das mussten wir auch. Wir gaben Vollgas. Und es ging einfach.

Simon Schon, wie oft sind Sie beim Visualisieren als Erster ins Ziel gefahren?
Simon: Immer! (beide lachen) Und dann war ich den ganzen Tag fehlerfrei, ausser im ersten Finallauf gegen Philipp. Wir waren oben und sagten uns: Jetzt geben wir Gas, der Bessere gewinnt. In diesem Moment war er wohl mehr fokussiert als ich. Ich war mit den Gedanken wohl schon bei der Frage: Wohin gehen wir nachher? Aber es war trotzdem perfekt für mich.
Philipp: Für mich ist die Last schon abgefallen, als er in den Final kam.
Sie wussten: Den habe ich im Sack?
(beide lachen)
Philipp: Nein, es war mir völlig egal, wer gewinnt. Ich fühlte gar keinen Druck, ich merkte: Ich kann einfach fahren. Ich muss nicht gewinnen.
Simon: Es gab Leute, die sagten: Er hatte ja schon Gold. Er hätte einfach etwas langsamer fahren können, das würde gar niemand bemerken. Unsere Antwort war jeweils: Gehts noch!
Philipp: Ich habe oft die Frage gehört: Hättest du nicht den Simon gewinnen lassen können? Und ich habe immer gesagt: Das wäre bei ihm nicht gut angekommen. Er kennt mich.
Simon: Ja, ich hätte das gemerkt. Und für uns war das kein Thema. Unsere Mission war erfüllt. Ob er oder ich zuoberst steht, das war ein Detail.
Sie trauerten nie verpasstem Gold nach?
Simon: Nein, nicht eine Sekunde. Es war die pure Freude.
Philipp Schoch, Sie hatten vier Jahre zuvor schon Olympia-Gold gewonnen. Sind diese beiden Siege irgendwie vergleichbar?
Philipp: Nein. Salt Lake City war das erste Mal. Ich hatte noch nie so etwas erlebt, war total überrascht von der Kulisse und allem Drum und Dran. Es war ein Riesen-Highlight. Und Turin war noch einmal etwas mehr.
Simon: Auch von den Leuten her. Halb Fischenthal war da.
Wie wild war die Party danach?
Philipp: Gar nicht so extrem.
Simon: Wir waren ja in Bardonecchia und fuhren im Konvoi für die Medaillenfeier nach Turin. Danach sind unsere Leute nach Hause, und wir kehrten nach Bardonecchia zurück. Bis wir dort waren war es schon recht spät – und dort lief nicht viel. Das grosse Fest fand dann hier zu Hause statt.

Damals war das Risiko noch kleiner, dass jemand mit dem Handy mitfilmt und es an die Öffentlichkeit kommt, wenn man beim Feiern über die Stränge schlägt. Hätte es Euch erwischt?
Philipp: Wir haben es vielleicht nicht so offensichtlich gemacht (lacht).
Simon: Wir waren ein sehr erfolgreiches Team, in dieser Saison fuhren sieben Schweizer auf ein Podest. Man kanns mit den Skifahrern im Moment vergleichen. Die leben und haben allen Grund zum Feiern – und wir damals auch. Wir hatten es richtig cool.
Philipp: Wir gingen zusammen in die Ferien, wir reisten mit dem Team um die Welt, mit der Zeit hängten sich auch noch andere Nationen an. Es war eine absolut tolle Zeit, wie in einer grossen Familie.
Denkt man einfach an diese Zeiten zurück, oder kommt manchmal auch der Gedanke: Eigentlich wäre es schon noch cool, jetzt wieder einmal ein bisschen zu boarden?
Philipp: Gerade jetzt, als wir an den Olympischen Spielen in Livigno waren. Die Piste da war so toll, das hätten wir uns früher auch gewünscht. Da dachte ich schon: Es wäre eigentlich noch cool. Ein, zwei Tage danach ging ich tatsächlich Snowboarden – und merkte: Ich müsste doch noch ein wenig trainieren. Ich bin wirklich lange nicht mehr gefahren. Es hat Freude gemacht. Aber ich merkte auch: Läck mir, ich bin wirklich nicht mehr parat. Früher machte ich doch Lauf um Lauf, und das machte mir gar nichts aus.
Und jetzt spürten Sie es am andern Tag?
Philipp: Ehrlich gesagt schon, ja. Im Oberkörper- und Rumpfbereich bin ich dank dem Beruf noch gut parat. Aber für die Beine mache ich schon nicht mehr das, was ich früher getan hatte. Klar, wenn ich eine Woche lang jeden Tag fahren würde, dann würde es auch wieder einfacher.
Wie hat sich der Sport entwickelt?
Simon: Vom Fahrerischen her ist es ähnlich. Dario Caviezel hat zu mir gesagt: «Wenn ich die Videos deiner besten Zeiten anschaue, dann würdest du heute noch vorne mitfahren.» Die Kurssetzung hat sich aber verändert, die Läufe ebenso. Die grösste Veränderung ist, dass es den Re-Run nicht mehr gibt.
Philipp: Der war mental auch tough, das war ein ganz anderer Fight. Für mich macht das das Parallelfahren aus: Du hast mal einen Bock drin, kassierst eine Zeitstrafe – und dann stehst du oben und sagst dir: All-in! Jetzt ist die Qualifikation wichtiger. Wenn du ein guter Quali-Läufer bist, dient dir das brutal, weil du dann den Lauf auswählen kannst. Und in der Tendenz gibt es immer einen, der schneller ist.
In Livigno waren einige Fahrer dabei, die in Turin 2006 gegen Euch gefahren sind. Seid Ihr zu früh zurückgetreten?
(beide lachen)
Philipp: Vielleicht tatsächlich. Wenn man körperlich fit ist, kann man in vielen Sportarten auf lange Zeit vorne dabei sein. Bei mir kamen mit der Zeit die Rückenprobleme, da habe ich recht gelitten.
Simon: Unsere Karriere war lang, und wir waren lange vorne dabei und haben das Ganze mitgeprägt. Doch dann kamen bei beiden die Kinder, und da drängt sich schon die Frage auf: Willst du so viel weg sein, wenn du eine Familie zu Hause hast?
Wobei das Aufhören sicher leichter fällt, wenn man erfolgreich war und seine Ziele erreicht hat. Bei Euch blieb nicht das Gefühl zurück: Es fehlt etwas.
Simon: Auf jeden Fall, ja. Wir fuhren in Sotschi noch auf einem guten Niveau. Hätten wir die Erfolge nicht gehabt, hätten wir vielleicht gesagt: Wir hängen noch eine Saison an oder zwei. Aber wir hatten Familie, arbeiteten schon länger den Sommer über im Geschäft des Vaters. Da kommen andere Ziele, andere Verpflichtungen.
Jetzt seid Ihr beide Mitinhaber der Firma und habt Verantwortung für das Geschäft – das ist eine andere Art Druck?
Simon: Wenn man so ein cooles Team hat wie wir, dann macht das Freude. Du gehst für sie, sie gehen für dich. Der Teamzusammenhalt ist jenem im Sport sehr ähnlich. Und auch der Druck ist da. Du solltest vorwärtsmachen, doch das Wetter macht nicht mit, und du musst dem Kunden sagen, es gehe länger. Dann hast du die anderen im Rücken, die für dich die Extrameile gehen, damit es doch nicht Mittwoch wird, sondern Dienstag.
Was hat Euch der Sport gelehrt, was nun im Geschäft hilft?
Simon: Mit verschiedenen Charakteren umzugehen, mit ihnen zu arbeiten und aus jedem das Beste herauszuholen. Wie ein Trainer, der sein Team zusammenhält.
Philipp: Die Leute dort einzusetzen, wo sie ihre Stärken haben. Du nimmst einem ja auch die Motivation, wenn er Arbeiten machen muss, die ihm weniger liegen. Es so zu managen, dass alle Freude haben. Durchzuziehen und nicht den Kopf hängen zu lassen, wenn es Schwierigkeiten gibt. Nicht aufzugeben, sondern zu sagen: Jetzt erst recht.
Hier im Büro sind Pokale und viele Erinnerungsstücke ausgestellt. Wo bewahrt Ihr die Olympia-Medaillen auf?
Simon: Die haben wir beide daheim.
Philipp: Bei mir sind sie im Wohnzimmer, in einem Schrank mit den WM-Medaillen und den Weltcup-Kugeln. Jeder, der reinkommt, sieht sie.

Wie häufig werdet Ihr im Alltag auf die Vergangenheit angesprochen?
Simon: In Livigno kamen viele Leute zu uns und sagten: So cool, euch zu sehen, können wir Fotos machen? Aber da waren wir natürlich in der Szene drin. Im geschäftlichen Umfeld passiert es je länger, je mehr, dass jemand sagt: «Dich kenne ich doch, aber von wo?» Wenn ich dann auf die Sprünge helfe, heisst es: «Ah, die Brüder Schoch.»
Die Schoch-Brüder – Ihr habt immer das Bild einer Einheit vermittelt. Wie hat sich Eure Beziehung durch die Karriere verändert?
Philipp: Sie hat sich extrem verstärkt. Wir haben einander extrem gebraucht. Auch für die Entwicklung des Materials. Wir hatten beide das Gespür dafür. Wir waren immer ein Team, das schrittweise nach vorn ging. Und wenn einer etwas im Loch war, dann holte ihn der andere heraus.
Simon: Wir haben auch die gleichen Boards gefahren, die gleichen Winkel, die gleichen Schuhgrössen. Ich konnte sein Board nehmen und er meins.
Alpin-Snowboard ist auf der Watchlist des IOC und könnte 2030 aus dem olympischen Programm fallen. Was würde das für die Sportart bedeuten?
Philipp: Das wäre gravierend. Als ich das hörte, konnte ich das kaum glauben. Wenn man sieht, wie vielseitig es ist, wie viele Nationen vorne mit dabei sind – es ist so bunt durchmischt, das ist doch genau das, was man an Olympischen Spielen möchte.
Simon: Ich verstehe es auch nicht. Es geht offenbar vor allem um die Einschaltquoten, die in China vor vier Jahren nicht so hoch waren wie sonst. Damals war der Wettkampf an einem Dienstag und fand zu einer Zeit statt, wo du in Europa schon ein Freak sein musstest, dass du das überhaupt schauen wolltest. Das als Argument zu nehmen, um die Sportart aus dem Programm zu kippen, finde ich schwierig. Und für die Sportart gravierend. Ich weiss nicht, was die Verbände dann noch machen, wie viel Geld sie noch investieren.
Philipp: Ich mache mir schon Gedanken. Was ist denn Olympia? Man wollte immer, dass es möglichst vielseitig ist. Und jetzt bläst man gewisse Sportarten mit mehr Disziplinen und Teamevents auf. Ist Olympia wirklich nur Business? Soll es wirklich nur um Geld und Einschaltquoten gehen? Alpin-Snowboard ist auch die einzige Sportart, wo die Frauen und Männer am gleichen Tag fahren. Von der Quali bis zum Final alles an einem Tag, das war eigentlich sehr cool.
Ist das, was Ihr in Livigno gesehen habt, vergleichbar mit dem in Turin 2006? Oder sind es völlig andere Dimensionen?
Simon: Es war der Hammer. Für uns war es ja das erste Mal, dass wir wirklich als Zuschauer im Pulk gestanden sind. Eine komplett andere Sicht. Als Athlet kriegt man vieles ja gar nicht mit. Speziell war, die Fangruppen wahrzunehmen. Wenn einer rausfällt, kommen dir 20 Leute entgegen mit Tränen in den Augen, für sie fällt eine Welt zusammen. Da denkst du: Wären unsere wohl auch rausgelaufen?
Das hätte so richtig Druck erzeugt.
Philipp: Wenn man im Nachhinein darüber nachdenkt irgendwie schon, ja. Es kamen so viele von hier hinten nach Turin. Manche mit Wohnwagen, andere am gleichen Tag hin und wieder zurück. Und sie erzählen heute noch davon!