Anja Weber über ihre Olympia-Abreise: «Am Schluss muss ich auf mich schauen»
Anja Weber reiste nicht mit einer Medaille von den Olympischen Spielen heim, sondern früher als geplant und mit öffentlicher Kritik am Verband. Im Interview nimmt die Hinwiler Langläuferin Stellung.
Anja Weber, mit welchen Gefühlen haben Sie den Teamsprint mitverfolgt, der für die Schweizerinnen mit Silber endete?
Anja Weber: Ich war mit meinem Bruder am Bachtel Langlaufen und sah danach gerade noch die entscheidende Runde. Klar war die Enttäuschung über diese Situation noch da. Trotzdem freute ich mich über das Resultat und habe den beiden direkt eine Nachricht geschickt, um zu gratulieren. Für mich ist die Sache nun abgehakt.
Wenn Sie «die Sache» sagen, meinen Sie Ihre Nichtnomination für diesen Teamsprint und Ihre öffentliche Kritik per Instagram-Post daran.
Ja, wobei es mir wichtig ist, zu betonen, dass es mir nicht um Personen geht. Dass Nadja Kälin toll in Form ist, hat sie ja bewiesen, sie hat sich die Nomination verdient. Mir geht es um den Prozess und die Kommunikation. Da fehlte mir die Transparenz und Verlässlichkeit. Wir wussten nicht, wann entschieden wird und was die konkreten Kriterien sind.

