Sport

EHCW siegt 3:2

Wetzikon verschafft sich einen Vorteil

Mit zwei Toren im Schlussdrittel wendet der EHC Wetzikon das Hinspiel im Play-In gegen Lyss und hält fürs Rückspiel die besseren Karten in den Händen.

Verteidiger Billy Hunziker (links) brachte sein Team in Lyss in Führung. (Archiv)

Foto: Christian Merz

Wetzikon verschafft sich einen Vorteil

Mit zwei Toren im Schlussdrittel wendet der EHC Wetzikon das Hinspiel im Play-In gegen Lyss und hält fürs Rückspiel die besseren Karten in den Händen.

Der EHC Wetzikon hat sich im Play-In eine gute Ausgangslage verschafft, um den SC Lyss auszuschalten. Das Oberländer MHL-Team, das die Qualifikation auf Rang 9 abgeschlossen hatte, siegte am Dienstagabend auswärts im Hinspiel gegen den Tabellenzehnten 3:2.

Für das Rückspiel vom Donnerstag in Wetzikon heisst das: Den Wetzikern genügt dann ein Remis, um weiterzukommen und auf den Verlierer des Duells zwischen Langenthal (7.) und Bülach (8.) zu treffen. Jene Affiche dürfte bereits entschieden sein, gewannen die Langenthaler im Unterland doch 4:0.

Einen solch komfortablen Sieg feierten die Oberländer in Lyss zwar nicht. Es gelang ihnen dafür im letzten Drittel dank einer deutlichen Leistungssteigerung, die Partie zu ihren Gunsten zu wenden. Innerhalb von etwas mehr als drei Minuten trafen die nun sehr lauffreudigen und druckvoll agierenden Gäste zweimal. Nico Vieli verwertete in der 44. Minute einen Abpraller zum 2:2. Das Siegtor erzielte Verteidiger Andrea Zanolari, wobei dessen Schuss wohl mehr als einmal abgelenkt wurde, ehe er ins Tor kullerte.

Schon die Wetziker Führung im Startdrittel hatte ein Defensivspieler erzielt. Billy Hunziker traf nach sieben Minuten im Stile eines Stürmers. Er preschte am Flügel vor und schloss kaltblütig zum 1:0 ab. Die EHCW-Führung hielt allerdings nur rund anderthalb Minuten. Und nach dem zweiten Lysser Tor im Mitteldrittel lagen die Vorteile definitiv bei den Seeländern.

Nach einem Kraftakt in Rückstand

Es hätte gar nicht soweit kommen müssen, dass der EHCW einem Rückstand nachrennen musste. Innerhalb einer Viertelstunde hatte er – wenn auch in zwei verschiedenen Abschnitten – gleich dreimal die Möglichkeit, in Überzahl anzutreten und daraus Profit zu ziehen. Phasenweise sah das Powerplay gut aus. Und die eine oder andere Chance zum 2:1 erspielten sich die Gäste. Sie nützten dennoch keine dieser Überzahlsituationen. Kaum war das dritte Überzahlspiel vorbei, geriet der EHCW in der 32. Minute erstmals in dieser Partie ins Hintertreffen.

Der Lysser Torschütze Nicolas Perrenoud zeigte in der fraglichen Szene sehr viel Entschlossenheit. Er kämpfte sich von der Bande aus mit viel Zug vors Tor, wobei ihn sein Wetziker Gegenspieler zu wenig vehement störte.

Gestohlen war die Führung des Heimteams zu diesem Zeitpunkt nicht. Die Lysser waren nach einem ausgeglichenen Startdrittel, in dem beide Teams ohne langes Abwarten forsch nach vorne spielten, besser aus der ersten Pause zurückgekommen. Dem EHCW fehlte nun jener Schwung und jene Spielfreude, die ihn im Startabschnitt noch ausgezeichnet hatten. Zudem zeigten sich die zuvor stabilen Gäste in der eigenen Zone nun ab und zu unsortiert und hätten sich darum über mehr als das eine Gegentor nicht beklagen können.

Die grösste Chance, ihre Führung auszubauen, hatten die Lysser kurz vor Ende des Mitteldrittels. Doch Gästegoalie Jakub Wieczorek bügelte einen groben Bock seines Teamkollegen aus, der als letzter Mann vor dem eigenen Gehäuse den Puck unfreiwillig dem Gegner überlassen hatte. Das war es dann aber mit Geschenken der Wetziker. Sie drehten danach eindrücklich auf und verschafften sich fürs Rückspiel den Vorteil.

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