Er findet es surreal: Die Stimme des ZSC entert die Olympia-Bühne
Nach einem Vierteljahrhundert als Speaker der ZSC Lions wird der Pfäffiker Giovanni Marti erstmals an Olympischen Spielen am Mikrofon sein. Das ist aus vielen Gründen speziell für ihn.
Seit Monaten weiss Giovanni Marti schon: Er ist dabei. An dieser «Riesenkiste», wie er die Olympischen Winterspiele in Italien nennt. Was lange weit weg war, rückt nun schnell immer näher. Am 9. Februar fliegt er nach Mailand.
Zwei Tage später beginnt das Olympische Eishockeyturnier der Männer. Und auch jene Zeit, in der der Pfäffiker als Speaker im Einsatz ist. Wie fühlt sich das an, wenn er darüber spricht?
Marti zupft kurz an seinem Kapuzenpulli, ehe er mit derselben Hand wieder nach dem Wasserglas greift. «Nach wie vor surreal.» Dass die langjährige Stimme der ZSC Lions, die vielen so vertraut geworden ist, erstmals an Olympia zu hören sein wird, hat ein unerwartet grosses Echo ausgelöst, wie Marti findet: «Mich hauen viele Leute darauf an.» Die Anerkennung freut ihn.
Er selbst spricht von einem Karriere-Highlight, um gleich einzuschränken: «Wenn man überhaupt von einer Speaker-Karriere sprechen kann.» Warum sollte man das nicht können? Marti hat als Speaker enorm viele Erfahrungen gesammelt, hat sich entwickelt, wie er sagt. Ganz zufrieden ist er nach einem Spiel trotzdem nie, verbessern lässt sich aus seiner Sicht immer etwas.

