Dübendorf bleibt bis zum Ende stumpf
Erneut muss sich der EHC Dübendorf bei einem Team aus dem MHL-Tabellenkeller geschlagen geben. Er verliert auswärts beim Vorletzten EHC Bülach 1:4.
Der EHC Dübendorf verliert das MHL-Glattalderby im Zürcher Unterland gegen den EHC Bülach 1:4. Damit rutscht der für die Playoffs bereits qualifizierte EHCD in der Tabelle auf Rang fünf ab und muss sich steigern, wenn er das Heimrecht für die erste Runde zurückgewinnen will.
Insbesondere gegen Teams aus dem Tabellenkeller hat der EHCD in letzter Zeit viel zu viele Punkte liegen lassen. Da derzeit viele defensive Nachlässigkeiten und offensive Baustellen vorhanden sind, steht Dübendorf vor einer herausfordernden Aufgabe.
Tor- und spektakellos gestalteten sich die ersten 20 Minuten in der altehrwürdigen Hirslen. Die Dübendorfer hielten sich vornehmlich zurück und überliessen es den Gastgebern, offensive Ansätze zu zeigen. Man lauerte auf das schnelle Umschaltspiel. Auch in zwei Powerplays gelang es Bülach nicht, für echte Abschlussgefahr zu sorgen. Doch ebenso wenige Chancen liess sich der EHCD notieren.
Drei defensive Nachlässigkeiten
Der EHCD kam zielstrebiger aus der Kabine und intensivierte die offensiven Bemühungen. Doch wurden dem Ex-Dübendorfer Adam Stepanek alle Räume für einen Vorstoss gewährt, und so kam er auch frei zum Abschluss: 1:0 für Bülach (23.). Fünf Minuten später wurden die Dübendorfer zu Slalomstangen degradiert, Cedric Jansa schloss cool zum 2:0 ab.
Zur Spielmitte vergab Dübendorf den Anschlusstreffer in einer minütigen doppelten Überzahl, ehe Timo Brauchli Bülachs Keeper Mattia Ferrari aus spitzem Winkel erwischte. Eine Minute später war der alte Spielstand wieder hergestellt. Zwei EHCD-Verteidiger kamen sich in die Quere, Ruslan Shamsutdinov profitierte – 1:3 (35.) aus Sicht der Gäste. Dübendorfs Captain Dominik Hardmeier und Brauchli scheiterten danach solo an Ferrari.
Nils Schwarz zeigte sich abgebrühter und netzte nach nur einer Minute im Schlussabschnitt vorentscheidend zum 4:1 ein. Dübendorf versuchte, eine Reaktion zu zeigen, lief deutlich mehr als noch im ersten Abschnitt, blieb gegen die sehr gut eingestellten Unterländer im Abschluss aber bis zum Ende stumpf. Bülach, das nun bis auf zwei Punkte an das achtplatzierte Wetzikon herangekommen ist, sorgt damit für Spannung um die möglichen Paarungen der Play-Ins.