Darum gewinnt Dübendorf auch das dritte Derby gegen Wetzikon
Der EHC Dübendorf ist – anders als Gegner Wetzikon – auf den Punkt bereit und siegt klar 4:0.
Das Bild in der Anfangsphase des zweiten Drittels sprach Bände. Eben hatte der dominant auftretende EHC Dübendorf im MHL-Derby gegen den EHC Wetzikon zum dritten Mal getroffen. 3:0 führten die schnörkellos spielenden Dübendorfer nach 23 Minuten. Und wohl kaum einer der 800 Fans im Dübendorfer Chreis glaubte noch an eine Auferstehung der Gäste. Zu erratisch war deren Auftritt, zu einseitig die Partie.
Ganz links aussen auf der Wetziker Spielerbank stand Headcoach Cédric Hüsler. Die Arme verschränkt, einen Kaugummi mit einer Intensität zermalmend, die seinen Spielern zu Beginn völlig abgegangen war.
Nach der zweiten Pause wurde der EHCW zwar stärker, das Geschehen glich sich aus. Ein Umschwung aber lag nie in der Luft, dafür waren die Wetziker in der Offensive zu harmlos und agierte EHCD-Goalie Joel Messerli zu souverän.
Nach dem frühen Doppelschlag zur 2:0-Führung, bei dem zweimal Dübendorfer Stürmer in der Mitte zu viel Zeit und Raum genossen, hatte sich der dritte Glattaler Sieg im dritten Derby der Saison schnell einmal abgezeichnet. Und so kam es auch: 4:0 hiess es am Schluss für den EHCD.
Sportchef Urs Wüst war nach dem guten Dübendorfer Auftritt selbstverständlich zufrieden. «Wir haben clever gespielt», sagte er und schränkte zugleich ein: «Bis ungefähr zur 30. Minute. Danach haben wir ihnen etwas mehr zugestanden.»
In der zweiten Spielhälfte waren die Gäste denn auch ebenbürtig und erspielten sich einige gute Chancen. «So, wie wir da aufgetreten sind, das sollte unser Standard sein», machte Hüsler klar.
Nicht schwierig, sondern schlecht
Der EHCW-Trainer wählte klare Worte zum verpatzten Auftakt seines Teams. Darauf angesprochen, dass vor allem das Startdrittel aufgrund der Dübendorfer Wucht für seine Mannschaft schwierig gewesen sei und zu einem höheren Rückstand hätte führen können, sagte er: «Nicht schwierig, es war einfach sehr schlecht von uns», sagte er, «da müssen wir ehrlich sein.»
Der Trainer zählte auf, was ihm bei seiner Mannschaft alles gefehlt hatte, die unter der Woche Spitzenteam Franches-Montagnes bezwungen hatte – und kam auf einige Punkte: «Wir waren physisch nicht da, läuferisch nicht da und im Kopf nicht da.»
Gegen ein Topteam wie Dübendorf – der EHCD ist Vierter – reiche das einfach nicht. «Da braucht es 100 Prozent oder noch etwas mehr, um zu bestehen.»