Wetzikon verliert das Sechs-Punkte-Spiel
Das tut weh: Durch die 3:7-Niederlage beim MHL-Tabellensechsten Langenthal ist der Abstand des EHC Wetzikon auf den oberen Trennstrich auf sechs Punkte angewachsen.
Es war die grosse Chance für den EHC Wetzikon. Drei Punkte trennten die Oberländer vor dem Gastspiel beim SC Langenthal vom MHL-Tabellensechsten. Mit einem Sieg hätten die Wetziker diese Lücke geschlossen und ihre Aussichten verbessert, direkt in die Playoffs einziehen zu können.
Doch aus dem erhofften Erfolg im Oberaargau wurde am Mittwochabend nichts. Das Team von Cédric Hüsler verlor die wichtige Partie klar 3:7. Kurz vor Schluss sah das Resultat noch freundlicher aus, nachdem die Gäste in der 56. Minute auf 3:5 verkürzt hatten. Danach ersetzten sie mehrmals den Torhüter durch einen zusätzlichen Feldspieler, was ihnen zwei weitere Gegentore eintrug.
Bis eineinhalb Minuten vor der zweiten Pause stand es 1:1. Die Oberländer kassierten ab der 28. Minute zwar innert rund sieben Minuten drei kleine Strafen. Sie hielten sich in dieser Phase aber nicht nur schadlos, nach einem Konter erzielte Rihards Puide (32.) in Unterzahl gar den Ausgleich.
Zwei Gegentore innerhalb von weniger als 60 Sekunden warfen den EHC Wetzikon dann aus der Spur. Vor dem 1:2 in der 39. Minute stürzte ein Wetziker Verteidiger zur Unzeit, beim dritten Gegentor kam der Langenthaler Dario Arnold ungestört im Slot zum Abschluss.
Bis rund zehn Minuten vor Schluss durften die Gäste auf den Anschlusstreffer hoffen, dann kassierten sie das 1:4. Puide nützte kurz darauf einen Langenthaler Fehler zum 2:4, womit er ein torreiches Ende einläutete. Spannung kam gleichwohl keine mehr auf. Denn es war ein Spielstand, der nicht einmal eine Minute Bestand hatte, ehe die Langenthaler zum fünften Mal jubelten.
Der erste Abschluss sitzt
Gegen den EHC Bülach hatten die Wetziker am Samstag keinen Gegentreffer kassiert. In Langenthal war die defensive Herrlichkeit beim EHCW schon nach 97 Sekunden vorbei. Der erste Abschluss des Gegners landete im Tor.
Besonders bitter war das für Jakub Wieczorek. Der neu mit einer B-Lizenz für die Oberländer spielende 19-Jährige berührte den Puck das erste Mal, als er diesen nach dem Gegentreffer aus dem Tor wischte. Eine Schuld am frühen Rückschlag trug Wieczorek indes keine.
Weder der sonst in der U21 der GCK Lions im Tor stehende Wieczorek, noch seine Teamkollegen liessen sich vom Fehlstart verunsichern. Im Gegenteil. Die Gäste traten danach so auf, als sei nichts passiert. Sie waren vorerst die leichtfüssigere und energischere Mannschaft.
Noch im ersten Drittel verloren sie allerdings ihre Vorteile. Die Langenthaler wurden stärker und kamen dem zweiten Tor mehrfach nahe. Bis weit ins zweite Drittel blieben die Wetziker verschont, ehe sie kurz hintereinander zweimal kalt geduscht wurden. Davon erholten sie sich nicht mehr.
