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EHCW verliert 1:4

Mit dieser Ausbeute ist nichts zu holen

In Thun begegnet der EHC Wetzikon seinem MHL-Gegner auf Augenhöhe. Sein Ertrag in der Offensive ist aber zu gering, um sich zu belohnen.

Der EHC Wetzikon (Nico Vieli, links) konnte sein Punktekonto nicht aufstocken. (Archiv)

Foto: David Kündig

Mit dieser Ausbeute ist nichts zu holen

In Thun begegnet der EHC Wetzikon seinem MHL-Gegner auf Augenhöhe. Sein Ertrag in der Offensive ist aber zu gering, um sich zu belohnen.

Der EHC Wetzikon hat am Mittwochabend in Thun 1:4 verloren. Der Sieg der Berner nach einem durchaus munteren MHL-Spiel war nicht gestohlen. Sie waren in den entscheidenden Momenten einen Tick besser und wirkten in der Offensive entschlossener als die Wetziker, die für ihren engagierten Auftritt keinen Lohn erhielten.

Das einzige Tor für die Mannschaft von Cédric Hüsler erzielte Kyan Krähenbühl in der 18. Minute. Es dürfte ein sehr schwacher Trost für den EHCW gewesen sein, dass der 1:1-Ausgleich zugleich das schönste Tor des Spiels war. Captain Rubio Schir düpierte mit einem Pass auf den aufrückenden Verteidiger Krähenbühl die gesamte Thuner Defensive, sein Teamkollege traf mit einem präzischen Schuss.

Die Thuner erzielten zwei Tore aus der Distanz, wobei der Führungstreffer kurz nach der Hälfte das Startdrittels glückhaft war. Das Hauptziel von Schütze Janik Wyss war wohl gewesen, die Scheibe einfach im gegnerischen Drittel zu halten. Das 1:2 aus Wetziker Sicht fiel nach einer feinen Einzelleistung von Nicola Christen (26.). Lange durfte der EHCW auf Punktezuwachs hoffen. Erst nach dem vierten Gegentreffer in der 58. Minute war die Entscheidung gefallen.

Die Gäste starteten überaus schwungvoll in die Partie und wiesen im Startdrittel mehr Scheibenbesitz als Thun auf. Das 1:1 zur ersten Pause war demzufolge gerecht. In der Folge waren die Anteile ausgeglichen. Doch weitere Erfolgserlebnisse wollten sich beim EHCW nicht mehr einstellen. Hatte er im ersten Spiel gegen Thun gar keinen Treffer erzielt, musste er dieses Mal mit nur einem Vorlieb nehmen. Es ist zu wenig, um punkten zu können.

Lautstarke Proteste, die ungehört bleiben

Mehrfach bot sich den Wetzikern im zweiten Drittel die Chance zum 2:2. Doch die Gäste zeigten sich vor dem gegnerischen Tor zu wenig abgebrüht. Oder wurden wie im Fall von Gian Andrea Thöny kurz nach Spielmitte dermassen von einem Gegenspieler bearbeitet, dass ein kontrollierter Abschluss nicht mehr möglich war.

Die Szene mit Thöny war kurios. Und rief lautstarke Proteste des EHCW nach sich, da der Schiedsrichter aus unerfindlichen Gründen darauf verzichtete, den ungestüm zu Werke gehenden Thuner zu bestrafen. Dieser schlug dem davon eilenden Oberländer Topscorer den Stock aus den Händen. Akrobatisch fing Thöny diesen zwar wieder auf, bekam ihn aber nicht mehr richtig zu greifen, sodass sein Versuch letztlich keine wirklich schwierige Aufgabe für Thun-Hüter Gian Graf war.

Nur wenig später lag der EHCW mit zwei Toren in Rückstand, was ihm das Leben erschwerte. Nachdem die Thuner ihrerseits zuvor im Abschluss gesündigt hatten, lenkte Stürmer Loic Luder in der 38. Minute einen Schlenzer von der blauen Linie unhaltbar ab.

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