So geht sie die Olympia-Saison an
Anja Weber hat sich im Langlauf-Weltcup als feste Grösse etabliert. Die Hinwilerin weiss: Sie kann ihrem Weg treu bleiben.
Ihr Status: Mehr Rampenlicht, doch die Sponsoren stehen nicht Schlange
Anja Weber ist mit ihren 24 Jahren eine etablierte Kraft, die in der letzten Saison in die erweiterte Weltspitze vorgestossen ist. Als 23. im Gesamtweltcup war sie die zweitbeste Schweizerin, im Einzel holte sie erste Top-Ten-Plätze im Weltcup, mit der Staffel und im Teamsprint gab es erste Podestplätze. Und vor allem zusammen mit Nadine Fähndrich WM-Bronze.
Im Schweizer Sport ist sie eine feste Grösse – die Teilnahme am Super-Zehnkampf der Sporthilfe ist ein Beleg dafür. Weber geniesst diesen Status, sie sieht ihn aber weder als Belastung noch als grossen Vorteil. Die Medienanfragen hätten nicht spürbar zugenommen, sagt sie. Und auch die Sponsoren stehen nicht Schlange. «Es wäre ja schön, wenn es anders wäre. Aber wenn man nicht gerade ein Superstar ist, muss man immer aktiv sein, sonst hat man keine Chance.»
Aktiv werden musste sie, weil sich ihr bisheriger Kopfsponsor Helvetia neu ausrichtet und den Vertrag nicht verlängerte. Weber bedauert das, sie hätte die Partnerschaft gerne weitergeführt. Sie sagt: «Ich hatte zum Glück eine gute Saison. Das half mir, etwas Neues zu finden.»

