Es geht drunter und drüber – Wetzikon siegt in Spektakelspiel
Der EHC Wetzikon sieht in Frauenfeld mehrfach wie der Verlierer aus. Doch er zeigt enorm Moral und gewinnt schliesslich 5:4 nach Penaltyschiessen.
Was für eine Partie und was für ein Spielverlauf bekamen die 336 Fans in der Eishalle in Frauenfeld zu sehen! Die beiden MHL-Tabellennachbarn Frauenfeld und Wetzikon lieferten sich ein packendes Duell, in welchem es in den Schlussminuten drunter und drüber ging und die Wetziker ein schon verloren geglaubtes Spiel noch in einen Sieg umwandeln konnten.
22 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit kassierten die Gäste den vermeintlich entscheidenden Gegentreffer zum 3:4, schafften jedoch in der letzten Sekunde doch noch den Ausgleich zum 4:4 und retteten sich damit in die Verlängerung.
Diese blieb dann torlos, aber im darauf folgenden Penaltyschiessen trafen Adrian Locher und Nico Vieli für die Oberländer, während sich die Frauenfelder Schützen an Goalie Timo Meier die Zähne ausbissen und allesamt erfolglos blieben.
Dem Lapsus folgt ein wilder Ritt
Meier krönte damit seinen unglaublichen Steigerungslauf, nachdem er im ersten Drittel mit einem unfassbaren Lapsus den Untergang seines Teams einzuleiten schien. Er wollte dabei den langsam auf ihn zugleitenden Puck mit dem Stock wegwischen, verfehlte diesen jedoch zum Schrecken der mitgereisten Wetziker Fans und kassierte so den 2:1-Führungstreffer der Thurgauer in der 14. Spielminute.
Die Oberländer – noch in der Schockstarre – fassten nur 20 Sekunden später auch noch das 1:3 und schienen damit dem Untergang entgegenzusteuern. Doch das Team von Trainer Cédric Hüsler fasste sich wieder, kämpfte unverdrossen weiter und kam nach wildem Spiel im Mitteldrittel durch Billy Hunziker in der 35. Minute zum 2:3-Anschluss.
Auch im letzten Abschnitt wogte die Partie auf und ab, und es waren dabei die Wetziker, welche in der 58. Minute tatsächlich den 3:3-Ausgleich durch Ari Hochhäuser realisieren konnten.
Was in der Folge abging, war absolut unfassbar: Weniger als eine halbe Minute vor Schluss traf Tom Gerber für die Thurgauer zum 4:3. Er schien damit alles klarzumachen. Wohl kein Zuschauer glaubte noch an eine Wende – ausser die Wetziker Spieler. Torhüter raus, ein sechster Feldspieler rein und ein letztes Bully drei Sekunden vor Schluss: Bully Yannic Noll, Pass zu Nico Vieli – Tor zum 4:4 – eine Sekunde blieb noch auf der Spieluhr. Schlicht Wahnsinn.
Nach der torlosen Verlängerung zeigten die Oberländer im Penaltyschiessen Nervenstärke und gingen letztlich als verdiente Sieger vom Eis.
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