Abo

Sport

Spätes Gegentor, sehr später Ausgleich

Es geht drunter und drüber – Wetzikon siegt in Spektakelspiel

Der EHC Wetzikon sieht in Frauenfeld mehrfach wie der Verlierer aus. Doch die Wetziker zeigen enorm Moral und gewinnen schliesslich 5:4 nach Penaltyschiessen.

Aus der Rücklage zur Jubeltraube: Die Wetziker sicherten sich in Frauenfeld zwei Punkte. (Archiv)

Foto: Christian Merz

Es geht drunter und drüber – Wetzikon siegt in Spektakelspiel

Der EHC Wetzikon sieht in Frauenfeld mehrfach wie der Verlierer aus. Doch er zeigt enorm Moral und gewinnt schliesslich 5:4 nach Penaltyschiessen.

Was für eine Partie und was für ein Spielverlauf bekamen die 336 Fans in der Eishalle in Frauenfeld zu sehen! Die beiden MHL-Tabellennachbarn Frauenfeld und Wetzikon lieferten sich ein packendes Duell, in welchem es in den Schlussminuten drunter und drüber ging und die Wetziker ein schon verloren geglaubtes Spiel noch in einen Sieg umwandeln konnten.

22 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit kassierten die Gäste den vermeintlich entscheidenden Gegentreffer zum 3:4, schafften jedoch in der letzten Sekunde doch noch den Ausgleich zum 4:4 und retteten sich damit in die Verlängerung.

Diese blieb dann torlos, aber im darauf folgenden Penaltyschiessen trafen Adrian Locher und Nico Vieli für die Oberländer, während sich die Frauenfelder Schützen an Goalie Timo Meier die Zähne ausbissen und allesamt erfolglos blieben.

Dem Lapsus folgt ein wilder Ritt

Meier krönte damit seinen unglaublichen Steigerungslauf, nachdem er im ersten Drittel mit einem unfassbaren Lapsus den Untergang seines Teams einzuleiten schien. Er wollte dabei den langsam auf ihn zugleitenden Puck mit dem Stock wegwischen, verfehlte diesen jedoch zum Schrecken der mitgereisten Wetziker Fans und kassierte so den 2:1-Führungstreffer der Thurgauer in der 14. Spielminute.

Die Oberländer – noch in der Schockstarre – fassten nur 20 Sekunden später auch noch das 1:3 und schienen damit dem Untergang entgegenzusteuern. Doch das Team von Trainer Cédric Hüsler fasste sich wieder, kämpfte unverdrossen weiter und kam nach wildem Spiel im Mitteldrittel durch Billy Hunziker in der 35. Minute zum 2:3-Anschluss.

Auch im letzten Abschnitt wogte die Partie auf und ab, und es waren dabei die Wetziker, welche in der 58. Minute tatsächlich den 3:3-Ausgleich durch Ari Hochhäuser realisieren konnten.

Was in der Folge abging, war absolut unfassbar: Weniger als eine halbe Minute vor Schluss traf Tom Gerber für die Thurgauer zum 4:3. Er schien damit alles klarzumachen. Wohl kein Zuschauer glaubte noch an eine Wende – ausser die Wetziker Spieler. Torhüter raus, ein sechster Feldspieler rein und ein letztes Bully drei Sekunden vor Schluss: Bully Yannic Noll, Pass zu Nico Vieli – Tor zum 4:4 – eine Sekunde blieb noch auf der Spieluhr. Schlicht Wahnsinn.

Nach der torlosen Verlängerung zeigten die Oberländer im Penaltyschiessen Nervenstärke und gingen letztlich als verdiente Sieger vom Eis.


Unser neuer Newsletter «Oise Regionalsport»
Abonnieren Sie hier unseren Regionalsport-Newsletter – jeden Montag in Ihrem Postfach.

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.