Sport

Spiel früh entschieden

Abgebrüht und effizient: Dübendorf gewinnt das Derby klar

Das zweite MHL-Derby der Saison ist eine deutliche Angelegenheit. Der EHC Dübendorf zeigt in Wetzikon einen reifen Auftritt und siegt verdient 6:2.

Der fünfte Streich: Die Dübendorfer jubeln über ihr 5:0.

Foto: Christian Merz

Abgebrüht und effizient: Dübendorf gewinnt das Derby klar

Das zweite MHL-Derby der Saison ist eine deutliche Angelegenheit. Der EHC Dübendorf zeigt in Wetzikon einen reifen Auftritt und siegt verdient 6:2.

Über den Sieger gab es im zweiten MHL-Derby der Saison früh keinen Zweifel mehr. Zu deutlich führte der EHC Dübendorf am Mittwochabend in Wetzikon schon zur Spielhälfte. Komfortabel 5:0 lagen die Gäste vorne. Und so lautete die Frage mit Fortdauer der Partie eigentlich nur noch: Gelingt dem EHC Wetzikon zumindest ein Tor, nachdem er das erste Derby in Dübendorf 0:2 verloren hatte?

Nach 46 Minuten lieferte Andrin Locher die Antwort. Spannung brachte das erste Wetziker Erfolgserlebnis des Abends selbstredend keine mehr zurück in die Halle. Nur schon darum, weil die Dübendorfer lediglich 36 Sekunden später zum sechsten Mal jubelten und damit jegliche Hoffnungen des EHCW im Keim erstickten.

6:2 gewann das Team von Trainer Reto Stirnimann letztlich, der sich darüber freute, «dass wir das Spiel lange Zeit kontrolliert haben». Und befand: «Das war eine grundsolide Leistung. Einfaches Handwerk, das passte.»

Die Glattaler traten vor rund 500 Fans in Wetzikon überaus abgebrüht auf. Sie lancierten ihre Angriffe schnörkellos, nützten ihre klaren Chancen und waren in zahlreichen Situationen schlicht wacher als das Heimteam. Dieses zeigte zumindest im ersten Abschnitt eine gute Leistung. Und rappelte sich im Schlussdrittel nochmals auf.

Wie schon im letzten Spiel gegen Franches-Montagnes erzielten die Wetziker ihre Tore allerdings erst, als der Gegner nicht mehr mit der letzten Konsequenz zu Werke ging und die Partie bereits entschieden war. «Wir sind nicht schlecht ins Spiel gestartet, im zweiten Drittel aber komplett vom Weg abgekommen», bilanzierte Trainer Cédric Hüsler. «Nach dem 0:3 sind wir, wie man jeweils sagt, in Einzelteile auseinander gefallen.»

Zwei Gegentore schütteln den EHCW durch

Die Wetterlage des Heimteams trübte sich schon im Startdrittel nach einer Viertelstunde innerhalb von 96 Sekunden deutlich ein. Der Gastgeber hatte bis zu diesem Zeitpunkt zwar die wohl etwas klareren Chancen gehabt, wurde durch zwei schnelle Gegentreffer dann aber ein erstes Mal an diesem Abend so richtig durchgeschüttelt. «Wir haben aus wenigen Abschlüssen unsere Tore gemacht», hielt Stirnimann zufrieden fest, während der Wetziker Angreifer Gian Andrea Thöny eingestand: «Die ersten zwei Tore brachten uns aus dem Konzept.»

Noa Mazzaro brachte die Gäste in Überzahl in Führung, wobei EHCW-Goalie Alessio Brun nicht ganz von frei von einer Mitschuld war an diesem Gegentreffer. Kurz darauf provozierte EHCD-Stürmer Dominik Hardmeier mit seinem Rush einen Abpraller. Ein Wetziker Verteidiger stand zwar neben Nico Kammermann im Slot, letzterer aber war flinker als sein Gegenspieler – 0:2.

Der Beginn des Mitteldrittels missriet den Wetzikern dann komplett. Oder wie Thöny treffend formulierte: «Es fehlte an ziemlich vielen Ecken und Enden. Etwa an Selbstvertrauen. Und wir machten viele individuelle Fehler.» Trainer Hüsler ahnte das weitere Unheil kommen, denn er bezog bereits vier Minuten nach der ersten Pause sein Time-Out. Weshalb er das tat? «Wir hatten uns vorgenommen, einfach zu spielen. Und dann hatten wir so viele Turnovers gleich zu Beginn.»

Die Wirkung war nicht die erhoffte: Kaum war die Scheibe wieder im Spiel, bauten die Dübendorfer ihre Führung aus. Erneut waren sie dabei nach einem Abpraller deutlich wacher als der Gastgeber. Diesem bot sich in der 25. Minute mit einem Penalty immerhin die Möglichkeit, zumindest wieder einen Fuss in die Türe zu kriegen. Doch Tobias Knörr vergab.

Die Biss ist weg

In der Folgte zeigten die Glattaler, wie man Tore schiesst. Zweimal taten sie das auf dieselbe Weise, nämlich mit blitzsauberen Kontern, die aus einem langen Pass und einem trockenen Abschluss bestanden. Mit fünf Toren Vorsprung liessen die Gäste danach den letzten Biss im Angriff etwas vermissen und streuten den einen oder anderen Pass zu viel ein. Sie konnten es sich ja auch leisten.

Während die Dübendorfer ihre Spiellust zelebrierten, wurde das Derby spätestens nach dem fünften Gegentreffer für den EHCW zu einer komplett spassbefreiten Angelegenheit.

Allzu lange warten muss er auf eine Revanchemöglichkeit indes nicht. Am 13. Dezember treffen die zwei Teams in Dübendorf zum dritten und letzten Mal in der Qualifikation aufeinander.


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