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Späte Entscheidung

Wetzikon muss leiden, ist aber zurück auf der Sonnenseite

Der EHC Wetzikon zittert gegen Bülach bis in die Schlussminute, ehe ihm mit dem 3:1 die Entscheidung gelingt. Er beendet damit seine Negativserie.

Der EHC Wetzikon (Filip Cap, Mitte) feierte gegen Bülach einen hart erkämpften Heimsieg. (Archiv)

Foto: Christian Merz

Wetzikon muss leiden, ist aber zurück auf der Sonnenseite

Der EHC Wetzikon zittert gegen Bülach bis in die Schlussminute, ehe ihm mit dem 3:1 die Entscheidung gelingt. Er beendet damit seine Negativserie.

Treffen zwei Teams aufeinander, die in den letzten vier Spielen jeweils nur gerade vier Tore erzielten, ist kein Schützenfest zu erwarten. So war es denn auch nicht überraschend, sahen die rund 400 Fans in der MHL-Partie zwischen dem EHC Wetzikon und Bülach am Mittwochabend nur gerade vier Treffer. Der EHCW schlug die Unterländer verdient 3:1 – und beendete damit seine Negativserie nach vier Niederlagen.

Schon nach 108 Sekunden brachte Jarvin Diethelm die Oberländer in Führung. Es war ein idealer Auftakt für das Team von Cédric Hüsler, das sich im weiteren Spielverlauf Chancen für viel mehr als weitere zwei Treffer erarbeitete, bisweilen «grosszügig» aber auch klarste Möglichkeiten vergab. Immerhin liess das Heimteam hinten nur wenig zu, sodass es mit einer knappen 2:1-Führung auf die Zielgeraden bog.

Drei Minuten vor Schluss kassierte der EHCW aber nochmals eine Strafe. Und musste sich, da die Bülacher ihren Goalie ersetzten, mit vier gegen sechs Feldspieler wehren. Die Wetziker taten das nicht nur aufsässig, sondern vor allem auch erfolgreich. 16 Sekunden vor Schluss erlöste Rihards Puide seine Mannschaft dann mit dem 3:1 ins verlassene Bülacher Tor.

Mehr Luft – aber nicht lange

Die Wetziker müssen sich an der eigenen Nase nehmen, dass die Partie so lange offen blieb und sie um die volle Punktzahl zittern mussten. Im ersten Drittel erarbeiteten sich die keck nach vorne spielenden Bülacher ein paar wenige Chancen. Im zweiten Abschnitt versuchten sie sich primär mit Einzelaktionen, was das Heimteam defensiv dann kaum mehr vor grosse Probleme stellte. Der EHCW hatte die Partie nun gut im Griff. Und das 2:0 durch Noel Siren (23.) kurz nach der ersten Pause gab ihm etwas mehr Luft.

Doch die Gäste, die in den ersten neun Runden mit nur zehn Treffern immerhin neun Punkte geholt hatten, schafften den Anschluss kurz nach Spielhälfte. Und zwar im Powerplay, obwohl sie das schwächste Überzahlspiel der ganzen Liga besitzen. Zwingend wirkten sie vor ihrem Treffer denn auch nicht. Aber der Bülacher Finlay Lauer konnte einen Abpraller von EHCW-Goalie Tim Meier verwerten, weil drei von Meiers Teamkollegen zwar da waren, aber nicht präsent genug, um die Scheibe weg zu spedieren.

Der Gegentreffer machte die Wetziker sichtlich hässig. Sie stürmten in der Folge wild nach vorne, kamen noch im zweiten Abschnitt zu mehreren Möglichkeiten, den Zwei-Tore-Vorsprung wieder herzustellen. Doch ihre Aktionen waren zu unpräzise, die Angriffe zu wenig konsequent zu Ende gespielt und zahlreiche Abschlüsse zischten gar am Tor vorbei. Am Bild änderte sich auch nach der zweiten Pause nicht mehr viel. Der EHCW drückte auf die Entscheidung, musste aber bis in die Schlussminute warten, ehe sie ihm wirklich gelang.


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