Beim EHCW harzt es in der Offensive
Der EHC Wetzikon kann MHL-Tabellenführer Seewen zwar fordern, mehr aber auch nicht. Er unterliegt auswärts 1:3 – die Entscheidung fällt erst kurz vor Schluss.
Mehr als zweieinhalb Minuten vor Schluss griff der Trainer des EHC Wetzikon zum letzten Mittel. Cédric Hüsler ersetzte Goalie Tim Meier durch einen sechsten Feldspieler. Das Risiko wurde indes nicht belohnt. Der EHCW konnte sich nicht wie erhofft im gegnerischen Drittel festsetzen. Er tat sich schwer mit der Scheibenkontrolle, der EHC Seewen allerdings ebenso.
22 Sekunden vor Schluss aber gelang dem Heimteam nach zuvor einigen gescheiterten Versuchen trotzdem die Entscheidung ins leere Tor. 1:3 unterlagen die Oberländer dem MHL-Tabellenführer in einem Spiel, das primär von der Spannung lebte.
Der kämpferisch starke EHC Wetzikon war nahe dran, gegen die Schwyzer etwas Zählbares zu holen. Er tut sich momentan in der Offensive allerdings schwer. Am Samstag gegen Thun erzielte das Hüsler-Team gar kein Tor, am Mittwochabend in Seewen auch nur eines. Mit einer solch geringen Ausbeute lässt sich nur in Ausnahmefällen punkten.
Gute Phase im Mitteldrittel
Nico Vieli glich für den EHCW, der früh in Rückstand geraten war, nach einer Viertelstunde zum 1:1 aus. Knapp drei Minuten später aber kassierten die Gäste in Unterzahl das wegweisende 1:2, das bis in die Schlussminute Bestand hatte.
Ihre wohl beste Phase hatten die Gäste in der zweiten Hälfte des Mitteldrittel. Sie lancierten ihre Angriffe nun sehr viel direkter als zuvor. Die Wetziker erspielten sich gleich mehrere grosse Chancen – und sündigten jedes Mal. Wie beispielsweise Captain Rubio Schir, der kurz nach Spielmitte im Powerplay den 2:2-Ausgleich auf dem Stock hatte. Wobei der EHCW wie schon bei seiner ersten Überzahl sich zuerst sehr schwer getan hatte, sich überhaupt im Verteidigungsdrittel des Gegners zu installieren.
Mit dem knappen 1:2-Rückstand aus dem Startdrittel nahm der EHCW auch den dritten Abschnitt in Angriff. Und überstand in diesem eine Unterzahl schadlos, was ihn weiter hoffen liess. Die eine oder andere Gelegenheit zum Ausgleich bot sich den Gästen zwar durchaus. Ein zweites Tor aber gelang ihnen nicht.
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