Wetzikon baut seine Siegesserie aus
Im Mitteldrittel löst sich der Wetziker Knoten im MHL-Spiel gegen Frauenfeld. Der EHCW siegt schliesslich 5:1.
Jetzt ist er in Fahrt: Der EHC Wetzikon hat nach seiner Auftaktniederlage in der MHL am Mittwochabend zum dritten Mal hintereinander gewonnen. Die Wetziker schlugen zuhause den EHC Frauenfeld 5:1. In der zweiten Hälfte des Mitteldrittels trafen die Oberländer gleich dreimal, womit sie die Vorentscheidung herbeiführten.
Mit einer 3:1-Führung stiegen sie ins Schlussdrittel. In diesem machte das Team von Cédric Hüsler nicht etwa den Fehler, sich zu früh auf dem Vorsprung ausruhen zu wollen. Die Wetziker blieben aktiv, spielten weiterhin nach vorne, traten körperbetont auf und überstanden drei kleine Strafen schadlos. Schon nach 48 Minuten reduzierte Gian Andrea Thöny mit dem 4:1 die Hoffnungen der Gäste auf ein Minimum. Captain Rubio Schir traf schliesslich noch ins leere Tor, als die Thurgauer alles auf eine Karte setzten.
Die Wetziker legten einen Steigerungslauf hin. Der Gastgeber spielte zwar auch im ersten Drittel der munteren Partie nicht schlecht. Die Frauenfelder, denen man nicht anmerkte, dass sie drei ihrer ersten vier Partien verloren hatten, besassen in diesem aber Vorteile und ein leichtes Chancenplus. Allerdings auch darum, weil sie zweimal in Überzahl antreten konnten.
Die Oberländer wehrten sich indes solidarisch. Sie konnten zudem nicht nur in diesen Phasen auf Goalie Alessio Brun zählen. Dieser überzeugte mit seiner ruhigen Art sowie vielen guten Interventionen. Und als er im Startdrittel einmal nicht zur Stelle war, half ihm die Torumrandung.
Plötzlich fallen die Tore
Mit Fortdauer der Partie wurden die Angriffe des Heimteams besser, ja auch direkter und dezidierter. Stürmer Yannic Noll sagte: «Wir starteten recht verhalten. Dann brachten wir Emotionen rein, machten die Checks fertig und schossen viel häufiger. Das verhalf uns dazu, das Spiel heimzubringen.»
Die Wetziker erarbeiteten sich im zweiten Abschnitt eine Handvoll guter Chancen, reüssierten vorerst aber nicht. Es dauerte mehr als die Hälfte des Spiels, ehe überhaupt der erste Treffer zu sehen war. Dafür fielen dann gleich drei Tore innerhalb von 73 Sekunden.
Der Gastgeber eröffnete den kurzen Torreigen. In der 32. Minute liess sich EHCW-Stürmer Rihards Puide von seinem Gegenspieler weder abdrängen noch aufhalten und vollendete seinen energischen Antritt mit dem 1:0. Nicht einmal eine halbe Minute später aber war der Vorsprung schon wieder dahin, weil die Wetziker Frauenfeld-Angreifer Yannick Wegmann vor ihrem Tor zu wenig gut im Griff hatten.
Doch es dauerte wiederum nicht lange bis zum nächsten Tor – nun war wieder der EHCW dran. Und erneut war beeindruckend, mit wie viel Willen sich ein Wetziker Stürmer – dieses Mal war es Topskorer Thöny – seinen Weg bahnte und zur erneuten Führung vollstreckte. In der Folge lachte dem Heimteam auch noch das Glück. Im Powerplay wurde ein abgelenkter Schuss zur idealen Vorlage für Noll – 3:1.
Mit diesem Vorsprung im Rücken fiel den Wetzikern einiges leichter. Sie hatten die Partie nun gut im Griff. Und können nach dem jüngsten Erfolg am Samstag mit breiter Brust den EHC Thun empfangen, der am Mittwoch spielfrei war.
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