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Dürnten und Illnau-Effretikkon

Das hat sich bei den Oberländer Zweitligisten verändert

Die Dürnten Vikings und der EHC Illnau-Effretikon sind mit einem Direktduell in die Saison gestiegen. Alles Wissenswerte zu den Dürntnern, dem EIE und ihrer Gruppe, die es in sich hat.

Die Vikings (Maurice Schmid, rechts) behielten im Derby gegen den EIE (Nico Winterberger) das bessere Ende für sich.

Foto: David Kündig

Das hat sich bei den Oberländer Zweitligisten verändert

Die Dürnten Vikings und der EHC Illnau-Effretikon sind mit einem Direktduell in die Saison gestiegen. Alles Wissenswerte zu den Dürntnern, dem EIE und ihrer Gruppe, die es in sich hat.

Der Auftakt: Dürnten startet mit Derbysieg

Die Oberländer Zweitligisten Dürnten Vikings und EHC Illnau-Effretikon haben die Saison mit einem Direktduell eröffnet. Die Vikings setzten sich vor rund 400 Fans in Bäretswil 4:2 durch. Die Entscheidung fiel im Schlussdrittel, als das Heimteam innerhalb von etwas mehr als zwei Minuten doppelt traf und aus dem 2:2-Remis eine 4:2-Führung machte. Diese brachte der Gastgeber über die Zeit.

«Der Sieg geht in Ordnung», findet Vikings-Sportchef Alain Deubelbeiss. Und spricht davon, im dritten Drittel seien die Vikings die etwas bessere Mannschaft gewesen. EIE-Trainer Christian Anderegg ist derweil anderer Meinung. Der neue Headcoach bezeichnet den Erfolg der Vikings als «eher gegen den Spielverlauf». Er argumentiert: «Wir hatten mehr vom Spiel. In der Chancenauswertung aber müssen wir uns klar verbessern.»

Zumindest in Überzahl waren die Gäste effizient. Zweimal agierten sie im Powerplay, beide Male traf Marius Herberger, wobei er mit seinem zweiten Tor den EIE in der 33. Minute 2:1 in Führung brachte. 87 Sekunden später glich Yannic Böhlen bereits wieder aus.

«Diese Reaktion war wichtig», sagt Deubelbeiss, der ein mehrheitlich ausgeglichenes Derby sah. Das eine oder andere hat aus seiner Sicht noch nicht zusammengepasst. Deubelbeiss ist jedoch überzeugt: «Beide Teams werden sich noch steigern.»

Der EIE: Viel Bewährtes und ein neuer Headcoach

Christian Anderegg hat nach vier Jahren als Assistent im EIE nun den Posten des Headcoachs übernommen. Der 44-Jährige hat selbstredend nicht gleich alles auf den Kopf gestellt, «ein paar Sachen habe ich aber angepasst». An der grundsätzlichen Ausrichtung des EIE, der gradlinig und kämpferisch auftreten will, hat sich unter dem neuen Chef aber nichts geändert. Und das Ziel, in einem ersten Schritt den Playoff-Einzug sicherzustellen, ist ebenfalls kein überraschendes.

«Es ist ein Steigerungslauf», sagt Anderegg mit Blick auf die Meisterschaft. Und hofft, dass seiner Mannschaft ein solcher gelingt. Das Gesicht des Kaders hat sich nur unwesentlich verändert. Nicht mehr dabei ist Stürmer Philippe Beeler (33), der letzte Saison spontan sein Comeback gab und in zehn Spielen gleich 19 Skorerpunkte sammelte.

Trainer Anderegg sieht den EIE etwa gleich stark wie letzte Saison, als er die Qualifikation auf Rang 3 beendete. Zwei externe Zuzüge vermelden die Oberländer, beide in der Defensive. Routinier Cédric Zubler (31) spielte zuletzt bei Zweitligist Sursee. Luca Noser ist zwar erst 24, hat aber bereits vier Erstliga-Saisons für den SC Herisau absolviert.

Dürnten Vikings: Weniger Routiniers, erfahrene Junge

Das Ziel der Vikings entspricht genau jenem, das sich wohl jedes Team setzt: Sie wollen besser werden. Was das im Fall des Oberländer Zweitligisten heisst, der in der Saison 2024/2025 den Final der Gruppe 1 erreichte? «Nicht nur im Final stehen, sondern aus diesem auch als Sieger hervorgehen», sagt Alain Deubelbeiss. Er hat nach seinem Rücktritt als Spieler den Posten des Sportchefs übernommen.

Deubelbeiss (36) ist nicht der einzige Routinier, der nicht mehr auf dem Eis steht für die Wikinger. Auf Mario Senn (35) und Nicolas Marzan (33) müssen sie ebenso verzichten wie auf weitere arrivierte Spieler wie Tobias Hardmeier oder Pascal Thoma. Die Dürntner aber haben auch zwei erfahrene Spieler dazugewonnen mit Lukas Dietrich (34) und Alain Butty (35).

Beide waren lange in der 1. Liga engagiert, zuletzt spielte Dietrich in der 3. Liga, Butty pausierte. «Sie haben den Biss, nochmals anzugreifen», sagt der Sportchef. Routiniers seien indes nur eines der Puzzleteile, findet er und gibt sich zuversichtlich, dass die Dürntner erneut eine gute Rolle spielen. Zahlreiche Vikings-Spieler seien zwar noch sehr jung, sagt Deubelbeiss, «sie steigen aber in ihre dritte oder vierte Zweitliga-Saison und haben schon einige Erfahrungen gemacht».

In diesem Zusammenhang ist die Zusammenarbeit mit dem EHC Wetzikon ein Glücksfall für die Vikings, die auf gut ausgebildete Spieler zurückgreifen können. Und für die Akteure selbst. Deubelbeiss sagt: «Man kann sie da einsetzen, wo es für sie passt.»

Ausgangslage: Neuer Modus und eine Monstergruppe

Der EHC Dürnten Vikings ist auf diese Saison hin zurückgekehrt in die Gruppe 2 und damit auch zurück beim EHC Illnau-Effretikon. Die Gruppenzusammensetzung verspricht viel Spannung. Das hat mit den Dürntnern zu tun, die die letzte Qualifikation in der Gruppe 1 für sich entschieden. Es hat aber auch mit dem SC Küsnacht zu tun, einem weiteren letztjährigen Spitzenteam, das die Gruppe wechselte. Der Seeklub ist nichts weniger als der Schweizer Meister der 2. Liga.

EIE-Trainer Christian Anderegg bezeichnet allerdings eine andere Mannschaft als grossen Favoriten – den EV Dielsdorf-Niederhasli. Die Unterländer haben sich aus seiner Sicht deutlich verstärkt. Andereggs Eindruck dürfte nicht so falsch sein. Dielsdorf-Niederhasli fuhr in der Vorbereitung lauter und zum Teil klare Siege ein, zerzauste den allerdings mitten in einem Trainingswochenende steckenden EIE gleich 10:0.

Dünner ist die Luft in der Gruppe indes auch durch den Abstieg von Schaffhausen geworden. Wie das? Derart chancenlos wie die Schaffhauser, die letzte Saison in 18 Partien einen Sieg zustande brachten, dürfte heuer kein Team mehr sein. Vikings-Sportchef Alain Deubelbeiss gefällt die herausfordernde Konstellation. «Das ist doch cool», sagt er. EIE-Coach Anderegg stellt sich derweil auf den Standpunkt: «Es ist die wohl stärkste Gruppe in den letzten fünf bis zehn Jahren.»

Verändert hat sich der Modus. Nur sieben der neun Teams kommen in die Playoffs. Der Qualifikationssieger hat dafür in der ersten Playoff-Runde frei.


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