Er deponiert seinen Traum – und ist trotzdem glücklich
Der Bäretswiler Felix Stehli wendet sich von der Strasse ab und richtet sich neu aus. Seine Erfolge in der Disziplin Gravel eröffnen ihm Perspektiven.
Felix Stehli ist in der Form des Lebens. So jedenfalls fühlt es sich für den Bäretswiler an. Unterstrichen wird sein Empfinden durch Topresultate. Diese hat er nicht etwa in einer kurzen Phase herausgefahren, sondern seit März gleichmässig verteilt.
Anfang Jahr noch hoffte Stehli, sich für einen Vertrag bei einem grösseren Strassenteam empfehlen zu können. Nun kann der 24-Jährige auf eine bisher starke Saison zurückblicken. Über seinen Traum vom Profivertrag in einem World-Tour-Team sagt er trotzdem: «Der ist deponiert.»
Klar ist: Stehli wird dem Strassensport den Rücken kehren und das Continental-Team Vorarlberg verlassen. Der auf dritthöchster Stufe angesiedelte Rennstall hat indes einen kleinen Anteil zu Stehlis Neuausrichtung beigetragen.
Die Vorarlberger Verantwortlichen fragten ihn im Frühjahr, ob er grundsätzlich Interesse an Gravel-Wettkämpfen habe. Also Rennen auf mehrheitlich unbefestigten Wegen wie Schotterpisten, Wald- und Feldwegen. Stehli hatte grosse Lust – und bilanziert nun zufrieden: «Ich habe in dem Fuss gefasst, was mir am besten liegt.»

