Beim FC Gossau bleiben die Töne leise
Die Vorzeichen für eine Reaktion auf die mittelmässige letzte Zweitliga-Saison scheinen beim FCG vorhanden. Er ist nicht nur jünger geworden, sondern hat auch in der Breite zugelegt.
Das sind die Lehren aus der letzten Saison
Der FC Gossau war vier Saisons hintereinander genau das, was alle Teams sein wollen: stabil. Immer beendete er die Meisterschaft in den Top 5. Zuletzt schaffte er gar dreimal hintereinander eine leichte Steigerung und kletterte schrittweise bis auf Rang 3 – bis letzte Saison der Fall auf Rang 9 kam. Zurück ins hintere Mittelfeld also. Ohne Abstiegsängste zwar, aber halt auch im Niemandsland der Tabelle, in das wohl kaum eine Mannschaft freiwillig hinwill. Trainer Andreas Häsler ist jedenfalls selbstkritisch und sagt: «Ich muss mich auch an der eigenen Nase nehmen. Wir dachten wohl alle, es geht automatisch ring.»
Ging es aber nicht. Woran es gelegen hat? Einerseits daran, dass die Gossauer im Frühjahr aufgrund von Verletzungen ständig zu Umstellungen gezwungen waren. Häsler hat noch einen ganz anderen Punkt ausgemacht: «Ich habe das Gefühl, wir waren weniger unterwegs als in den Vorjahren, da war zu wenig Bewegung drin.» Mehr Laufbereitschaft, Hartnäckigkeit und Dampf will der Trainer wieder sehen. Tugenden, die den FC Gossau zu einem unbequemen Gegner machen. Die Vorbereitung macht dem Trainer Mut. «Damit bin ich grundsätzlich sehr zufrieden», lobt Häsler. Und macht klar: «Ich habe den Hebel angezogen.»

