Wie Hülkenberg den Podest-Coup schaffte – und was Sauber zur Party fehlte
In Silverstone beendet Nico Hülkenberg als Dritter nicht nur eine 13-jährige Sauber-Durststrecke. Der Deutsche fährt gar erstmals überhaupt in seiner Karriere aufs Podest.
Was für ein schönes und unglaublich wirkendes Bild. Die Sauber-Crew schwenkt eine Schweizer Flagge an einer eiligst zusammengebastelten Fahnenstange, alle skandieren «Nico, Nico» – und der Jubel brandet auf, als Nico Hülkenberg zusammen mit den beiden McLaren-Piloten Lando Norris und Oscar Piastri das Podest in Silverstone betritt.
Und als der Sauber-Pilot dann die Trophäe für seinen dritten Rang erhält, ist die Geräuschkulisse lauter als bei seinen erfolgsgewohnten Podest-Kollegen. Alle jubeln mit – es dürfte kaum jemanden im Fahrerlager geben, der dem 37-jährigen Deutschen diesen Erfolg nicht gönnt.
Zum ersten Mal steht Hülkenberg auf dem Podest – in seinem 239. Rennen. Dreimal war er Vierter geworden in seiner Karriere, einmal auch für Sauber, 2013 in Korea. «Das ist das am meisten überfällige Podestplatz der gesamten Formel-1-Geschichte», sagte Sauber Teamchef Jonathan Wheatley. Erst zu Hülkenberg am Boxenfunk, dann wiederholte er den Satz mehrfach vor TV-Kameras – mit einem zufriedenen Lächeln.
