Die Medaillen spornen ihn an
Besser hätte diese Premiere kaum verlaufen können: Der Fällander Ian Raubal gewinnt bei seiner ersten EM-Teilnahme unerwartet zweimal Silber.
Schnell wäre definitiv anders gewesen. Rund elf Stunden dauerte die Heimreise mit dem Bus von den Europameisterschaften in Leipzig. Genügend Zeit für Ian Raubal also, um mit seinen Teamkollegen zu plaudern und die Wettkämpfe nochmals Revue passieren zu lassen.
Der Fällander hat die überaus lange Fahrt durchaus geniessen können, wie er sagt. Das hat auch mit den Ergebnissen zu tun. Mit zwei Silbermedaillen – eine mit dem Team, eine am Barren – kehrte der 23-Jährige heim.
Wobei heimkehren in seinem Fall relativ ist, studiert und lebt Raubal doch seit knapp drei Jahren in den USA. Es ist einer der Gründe, weshalb ihn bis vor wenigen Tagen hierzulande wohl nur die wenigsten kannten. Zudem hatte er bisher auf Elitestufe weder an Europa- noch Weltmeisterschaften teilgenommen. Für die Schweiz turnte er 2023 letztmals – an der Universiade.
Nach Raubals erfolgreicher EM-Premiere kennt ihn nicht nur eine breitere Öffentlichkeit. Man kann auch festhalten: Seine Feuertaufe, auf die er lange warten musste, hätte kaum hätte besser verlaufen können.
