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Karger Oberländer Ertrag

Brüttisellen schlägt einen neuen Weg ein – und gewinnt

Die drei Zweitligisten aus der Region zeigten zwar allesamt respektable Leistungen. Punkte gab es aber lediglich für den FC Brüttisellen-Dietlikon, der in Stäfa siegreich war.

War mit zwei Toren der Matchwinner: Denis Dzepo (links), hier gegen Greifensees Maurin Frehner. (Archiv)

Foto: David Kündig

Brüttisellen schlägt einen neuen Weg ein – und gewinnt

Karger Oberländer Ertrag

Die drei Zweitligisten aus der Region zeigten zwar allesamt respektable Leistungen. Punkte gab es aber lediglich für den FC Brüttisellen-Dietlikon, der in Stäfa siegreich war.

So bedeutungsarm die Auszeichnung als beste Mannschaft aus der Region auch sein mag, so spannend ist das Rennen um diese. Nachdem die beiden Mannschaften ihre Tabellenplätze schon in den letzten Wochen mehrmals getauscht hatten, hat nun nämlich der FC Brüttisellen-Dietlikon den FC Greifensee wieder überholt. Dies dank eines 2:0-Erfolgs beim FC Stäfa.

Angesichts der hohen Temperaturen agierten die Brüttiseller beim Tabellenvierten vorsichtiger als gewohnt. Sie überliessen den Ball zumeist dem Gegner und lauerten auf Gegenstösse. Die Führung nach 20 Minuten erzielten sie allerdings nach einem Standard, den Denis Dzepo per Kopf verwandelte.

Danach bekundeten die Gäste, die bei ihren Kontern nicht konsequent genug agierten, nicht allzu viel Mühe, den Vorsprung zu verwalten. Die Stäfner bestimmten das Spiel zwar bis zuletzt, blieben aber in der Regel ungefährlich oder fanden in FCB-Keeper Yanick Hirzel ihren Meister. Dzepo machte mit seinem 17. Saisontor in der Nachspielzeit dann alles klar.

Die Option, auch künftig ab und an eine Partie defensivorientiert anzugehen, hält sich Zahir Idrizi, bisher ein bedingungsloser Verfechter des Offensivspiels, offen. «Wenn es zum Erfolg führt, warum nicht?», sagte der FCB-Trainer.

Greifensee wehrt sich vergeblich

Der Greifensee -Assistenztrainer Simon Schaich war zwar nach dem Auftritt seiner Mannschaft in Herrliberg «mächtig stolz, dass wir nie aufgesteckt haben». Zu holen hatte es für die Greifenseer gegen den Aufstiegskandidaten aber dennoch nichts gegeben; sie unterlagen 1:3.

Tatsächlich schaffte es der FCG von Beginn weg, die spielerisch ansprechende Partie ausgeglichen zu gestalten. Während die Herrliberger ihr Glück zumeist mit langen Bällen versuchten, drangen die Gäste wiederholt über die Seiten in die gegnerische Gefahrenzone ein – allerdings erfolglos, weil die Flanken in der Regel zu ungenau ausfielen. Umso zielsicherer war dafür Herrlibergs Carlo Gamboni, der sehenswert aus der Distanz zum 1:0 traf.

Auch nach der Pause blieb die Partie auf ansehnlichem Niveau, obwohl sie auch von vielen Fouls geprägt war. Eines von diesen führte rund 20 Minuten vor Schluss nicht nur zu einem Penalty, den das Heimteam zu seinem zweiten Treffer nutzte, sondern auch zum Ausschluss von Greifensees Captain Pascal Unholz. Der FCG gab sich trotz Zwei-Tore-Rückstand und Unterzahl nicht geschlagen und kam per Handspenalty umgehend zum Anschlusstor. Zu mehr reichten seine Bemühungen in der Schlussphase aber nicht, und spätestens nach dem dritten Gegentor war seine Hoffnung auf einen Punktgewinn dahin.

Gossau ohne Fortune

Auch der FC Gossau musste sich trotz guter Leistung einem Aufstiegskandidaten beugen. Die Gossauer verloren in Veltheim knapp 1:2.

«Hätten wir in Führung gehen können, wären sie vielleicht nervös geworden», sagte FCG-Trainer Andreas Häsler, der seiner Mannschaft «überhaupt keinen Vorwurf» machen wollte. Die Chancen dazu hatte Gossau, doch Topscorer Riley Christen scheiterte gleich zweimal allein vor dem gegnerischen Tor; einmal traf er nur die Latte.

Danach fanden die spielstarken Winterthurer immer besser zu ihrem Spiel. Immer wieder kreierten sie mit langen Bällen hinter die Gossauer Abwehr Raum, in den sie dann mit grosser Geschwindigkeit vorstiessen und den FCG in Verlegenheit brachten. Auf ebensolche Weise erzielten die Veltheimer bis zur Pause denn auch zwei Treffer.

Im zweiten Abschnitt bekundete das Heimteam nicht allzu viel Mühe, seinen Vorsprung zu verwalten. Einzig eine penaltyverdächtige Szene kurz vor Schluss hätte die Gossauer noch einmal ins Geschäft zurückbringen können; der Schiedsrichter wollte aber kein Hands gesehen haben. Das Anschlusstor fiel dann zwar doch noch, aber erst in der Nachspielzeit und somit für Gossau zu spät, um noch etwas Zählbares zu erreichen.

Stäfa - Brüttisellen-Dietlikon 0:2 (0:1). – Tore: 19. Dzepo 0:1. 91. Dzepo 0:2.

Herrliberg - Greifensee 3:1 (1:0). – Tore: 24. Gamboni 1:0. 72. I. Lustgarten 2:0. 73. Preghenella (Handspenalty) 2:1. 90. Gamboni 3:1.

Veltheim - Gossau 2:1 (2:0). – Tore: 12. Bagnato 1:0. 39. Surlici 2:0. 93. Devito 2:1.

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