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Uster beweist Flexibilität

Der FC Uster hat beim 1:0 auswärts gegen Wil 2 kaum eine gegnerische Chance zugelassen und feiert den zweiten Sieg in der Interregio innert dreier Tage.

Gionata Centoducato (vorne) war mit seinem Tor der Matchwinner für den FC Uster. (Archiv)

Foto: Christian Merz

Uster beweist Flexibilität

Ein Tor reicht für drei Punkte

Der FC Uster hat beim 1:0 auswärts gegen Wil 2 kaum eine gegnerische Chance zugelassen und feiert den zweiten Sieg in der Interregio innert dreier Tage.

Daniel Hess

Die Ustermer erwiesen sich gegen die Reserven des FC Wil als anpassungsfähig. Erst gaben sie den gewohnten FCU, der auf Ballbesitz erpicht ist und ein intensives Pressing betreibt. Dann wussten sie auf eine Systemänderung des Gegners eine schnelle Antwort, und in der Schlussviertelstunde stellten sie auf eine Fünferkette um, in der sie derart stabil standen, dass Etienne Scholz nicht sah, wie seine Mannschaft noch ein Tor hätte kassieren können.

Er habe gelernt zu akzeptieren, dass das Verwalten eines Resultats auf eine solche Weise auch Teil des Spiels sei, sagte der Trainer nach dem knappen, aber leistungsgerechten 1:0-Erfolg. «Zumal uns diese Variabilität weniger ausrechenbar macht.»

Der FCU nahm den Schwung aus dem Last-Minute-Sieg gegen Arbon unter der Woche mit und begann energiegeladen. Er setzte die spielstarken jungen Ostschweizer, die am Mittwoch ihrerseits Dübendorf klar besiegt hatten, sogleich unter Druck und verhinderte so, dass diese sich allenfalls in einen Flow hätten spielen können.

Finn Knecht hätte den FCU schon früh in Führung bringen sollen, reüssierte aber ebenso wenig wie später Diego Kappler und Raphael Bachmann. Die Wiler kamen lediglich nach einem zu kurz geratenen Rückpass der Ustermer zu einer Gelegenheit, die sie aber eher kläglich vergaben. Danach zeigten die beiden offensiv verteidigenden Teams bis zur Pause eine intensive, ausgeglichene Partie, in der die Torszenen allerdings fehlten.

Eckbälle als neue Waffe

Als die Wiler in der Halbzeit auf eine Raute umstellten, um die Schnittstellenbälle der Ustermer besser unterbinden zu können, passte sich der FCU schnell an und hatte in der Folge noch mehr vom Spiel.

Erfolgreich war er aber nicht etwa mit gepflegtem Offensivfussball, sondern mit seiner neusten Waffe, dem Eckball, den er in verschiedenen Varianten trainiert. Das Kopfballtor von Gionata Centoducato war in der Rückrunde bereits der fünfte Treffer nach einem Corner.

Dem Führungstor folgte die beste Phase der von diesem offensichtlich beflügelten Ustermer. Sie kombinierten gekonnt über viele Stationen, liessen den Gegner laufen, waren dabei selbst stets in Bewegung und wirkten selbstbewusst und ballsicher wie lange nicht.

Das schöne Spiel trug indes keine Früchte, und weil der FCU gleich wie die Wiler der englischen Woche kräftemässig allmählich Tribut zu zollen begann, verlegte er sich in der Schlussviertelstunde mithilfe einer Fünferkette ganz auf das Verteidigen seines dünnen Vorsprungs. Dies gelang ihm weitgehend mühelos – auch weil die abgeklärt wirkenden Ustermer Abwehrspieler bei den wenigen Flanken, die in ihren Strafraum flogen, gegenüber den Gästen einen klaren Grössenvorteil aufwiesen.

Wil 2 - Uster 0:1 (0:0). – Tor: 54. Centoducato 0:1.

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