Trainer Idrizi sagt: «Vielleicht muss ich die Tore künftig selber schiessen»
Bald zurück auf dem Spielfeld?
Brüttisellens Zahir Idrizi ist ob der Ladehemmungen seiner Offensivkräfte derart enttäuscht, dass er ernsthaft sein Comeback in Erwägung zieht. Sein Team verliert, Greifensee auch. Gossau siegt derweil knapp.
Der FC Brüttisellen-Dietlikon ist nach seinem ersten Rückrunden-Erfolg vor Wochenfrist wieder auf die Verliererstrasse zurückgekehrt. Im Zweitliga-Duell gegen Bassersdorf lief er fast die gesamte Partie über einem Rückstand nach. Zwar bot er dem Gegner dabei auch in Unterzahl lange Zeit Paroli, doch die 1:2-Niederlage vermochte er nicht abzuwenden. «Es ist traurig, vor einer solch stimmungsvollen Kulisse ein Derby zu verlieren», sagte Trainer Zahir Idrizi.
Die fünfte Niederlage der Brüttiseller in den letzten sechs Spielen zeichnete sich denkbar früh ab. Schon in der 3. Minute nämlich geriet der FCB, der zum wiederholten Mal nicht von Anfang an parat schien, ins Hintertreffen.
Danach erspielte sich das Heimteam zwar reichlich Gelegenheiten zum Ausgleich, doch nutzte es keine davon. Kurz vor der Pause verschlechterte sich die Lage der Brüttiseller zusätzlich, als Mattia Würsch wegen einer Notbremse des Feldes verwiesen wurde.
Obwohl dezimiert, erarbeitete sich der FCB weitere Gelegenheiten und kam dank João Pereira, der im Nachschuss einen Penalty verwertete, endlich zum Ausgleich. Nur kurz darauf liess sich Brüttisellen aber bei einem Konter von den stets gefährlichen Gästen übertölpeln und war zu keiner Reaktion mehr fähig.
Seine Stürmer seien einfach verklemmt vor dem Tor, sagte Idrizi. Es könne doch nicht sein, dass sie jedes Mal den Goalie träfen. «Vielleicht muss ich die Tore künftig selber schiessen», sagte der ehemalige Profi-Stürmer, der sich gerade von einer Blinddarmoperation erholt, und stellte noch für diese Saison seine Rückkehr auf den Platz in Aussicht.
Christen trifft wieder
Treffsicherer als die Brüttiseller Angreifer erwies sich Riley Christen, dessen Torproduktion zuletzt etwas ins Stocken geraten war. Der Liga-Topscorer erzielte für Gossau gut 20 Minuten vor Schluss per Kopf das entscheidende 1:0 auswärts gegen Embrach.
Zuvor hatten sich die Kontrahenten einen offenen Schlagabtausch mit zahlreichen Möglichkeiten auf beiden Seiten geliefert. Während die Gossauer vor allem vor der Pause sündigten und mindestens drei aufgelegte Chancen vergaben, kam das Heimteam nach der Pause dem Führungstreffer zweimal nahe.
Für die Oberländer war es gemäss ihrem Trainer Andreas Häsler «ein enorm wichtiger Sieg», dank dem seine Mannschaft weiterhin einen Respektsabstand auf den Strich aufweist.
Nichts zu holen für Greifensee
Der FC Greifensee wurde dagegen nach zwei Siegen in Folge in Veltheim wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Mit dem 1:3 war er gar noch gut bedient, waren die Winterthurer laut Assistenztrainer Simon Schaich doch «in allen Bereichen besser als wir».
Vor allem in der ersten Hälfte hatte der FCG dem Aufstiegsaspiranten nur wenig entgegenzusetzen. Er fand keinen Zugriff auf das Spiel und erspielte sich gegen das überlegene Heimteam lediglich eine Torgelegenheit, die er aber nicht zu nutzen wusste. Immerhin wehrten sich die Greifenseer in der Abwehr nach Kräften, sodass es fast bis zur Pause dauerte, ehe sie doch noch ins Hintertreffen gerieten.
Obwohl die Gäste in der zweiten Hälfte weit agiler starteten, mussten sie bald das 0:2 hinnehmen. Sie gaben sich aber nicht geschlagen und kamen dank Captain Pascal Unholz nach einem Eckball zum Anschlusstreffer.
Danach schien ein Punktgewinn für einige Minuten wieder in Reichweite. Der FCG verpasste aber den möglichen Ausgleich und kassierte stattdessen eine Viertelstunde vor Schluss das vorentscheidende dritte Gegentor.
Brüttisellen-Dietlikon - Bassersdorf 1:2 (0:1). – Tore: 3. Svitlyk 0:1. 73. Pereira 1:1. 76. Hueber 1:2.
Embrach - Gossau 0:1 (0:0). – Tor: 68. Christen 0:1.
Veltheim - Greifensee 3:1 (1:0). – Tore: 38. Kutej 1:0. 50. Bagnato 2:0. 66. Unholz 2:1. 75. Bagnato 3:1.
