Der UHC Uster schlägt zurück
7:6-Sieg in Zug
In den Playoff-Viertelfinals hat Uster gegen Titelverteidiger Zug in der Best-of-7-Serie zum 1:1 ausgeglichen. Dieses Mal lachte den Ustermern in der Schlussphase das Glück.
Der UHC Uster hat in den Playoff-Viertelfinals eindrücklich auf die Auftaktniederlage reagiert. Hatten die Ustermer am Samstag gegen Qualifikationssieger Zug noch 5:6 nach Verlängerung verloren, siegten sie im zweiten Spiel knapp 7:6 und glichen in der Best-of-7-Serie zum 1:1 aus.
Das Siegtor gelang dem Team von Simon Meier spät in der Partie – und nachdem Zug kurz zuvor einige Topchancen vergeben hatte. Johannes Wilhelmsson traf in der 57. Minute zum 7:6, dieses retteten die Gäste über die Zeit. Mit genau jenem Glück, das ihnen in der Startpartie gefehlt hatte, als sie drei Sekunden vor Ablauf des dritten Drittels noch den Ausgleich kassiert hatten.
Beinahe wäre ihnen am Dienstagabend dasselbe passiert – der letzte Zuger Abschluss landete allerdings am Pfosten.
Folgenreiche Strafe
Der Sieg der Ustermer war keineswegs gestohlen. Bis in die Schlussphase des zweiten Drittels hatte Uster die Lage über weite Strecken im Griff und liess gegen den Titelverteidiger, bei dem die Schwedenfraktion bisher neun der insgesamt zwölf Tore erzielte, nur wenig zu. Dann überschlugen sich die Ereignisse.
In der 36. Minute verkürzten die Zentralschweizer entgegen dem Spielverlauf zum 3:4. Danach fassten die Gäste kurz hintereinander zwei Strafen und kassierten prompt zwei weitere Gegentore.
In der 40. Minute im zweiten Spiel lagen sie erstmals überhaupt in dieser Serie in Rückstand. Nicht nur die späte Wende dürfte die Ustermer geärgert haben, auch die Szene bei der zweiten Strafe tat es.
Usters-Verteidiger Pascal Schmuki traf mit seinen Stock zwar tatsächlich Verteidiger Robin Nilsberth unabsichtlich im Gesicht. Der Schwede – ein baumlanger Kerl von 1,95 m – liess sich aber theatralisch fallen. Er blieb nach seiner Blitzheilung gleich auf dem Feld und markierte das 4:4. Nur wenige Sekunden später liess sein Landsmann Tobias Gustafsson sogleich das fünfte Tor folgen.
Der UHC Uster war damit zwischenzeitlich schlecht bedient für einen erneut starken Auftritt, der ihm nach nicht einmal einer Viertelstunde schon eine 3:0-Führung eingetragen hatte. Die Gäste trugen dem Ball gut Sorge, stellten die Räume geschickt zu, blockten unzählige Schüsse und spielten in der Offensive schnörkellos.
Und sie liessen sich auch vom im zweiten Abschnitt erlittenen Ungemach nicht aus der Spur bringen. Mit einem Doppelschlag rissen sie das Diktat zu Beginn des Schlussdrittels wieder an sich – und behielten dieses Mal auch das letzte Wort.