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Lange sieht es so aus, als hätte sich Laupen ins eigene Fleisch geschnitten

Die Laupner NLA-Frauen tun sich gegen Berner Oberland schwer. Dank fünf Toren in der Schlussphase siegen sie gleichwohl 6:3.

Sie sorgte für die Entscheidung: Alena Holst (links) traf gegen Berner Oberland zum 5:3.

(Archiv) Foto: Robert Pfiffner

Lange sieht es so aus, als hätte sich Laupen ins eigene Fleisch geschnitten

Hart erkämpfter Playoff-Auftaktsieg

Die Laupner NLA-Frauen tun sich gegen Berner Oberland schwer. Dank fünf Toren in der Schlussphase siegen sie gleichwohl 6:3.

Auf Rang 2 und damit so gut wie noch nie hatten die Laupner NLA-Frauen die Qualifikation beendet. Der Lohn dafür: Sie durften sich erstmals ihren Viertelfinal-Gegner aussuchen. Die Oberländerinnen entschieden sich nicht etwa für die Equipen auf den Plätzen 7 oder 6, sondern wählten stattdessen das fünftklassierte Berner Oberland, das sie in der Qualifikation zweimal besiegt hatten.

Im ersten Duell der Best-of-7-Serie aber schien der Poker nicht aufzugehen. Oder wie es Laupens-Goalie Pascale Mir sagte: «Es hat lange so ausgesehen, als hätten wir uns damit ins eigene Fleisch geschnitten.»

In der Schlussphase des Spiels lagen die Oberländerinnen daheim 1:3 in Rückstand. Dann aber drehten sie die Partie noch, gewannen 6:3 und legten in der Serie zum 1:0 vor.

«Wenn wir an der Leistung der letzten zehn Minuten anknüpfen, gewinnen wir auch die nächsten drei Spiele», ist Mir überzeugt. Die Torfrau sagt aber auch: «Und sonst wird das eine knorzige Playoff-Serie.»

Unbeirrt weitergemacht

Die Laupnerinnen liessen sich von den physisch starken Gästen schlicht überrumpeln. Das Führungstor vermochte Alina Hofmann in der Schlussphase des Stardrittels zwar noch auszugleichen, der Laupner Auftritt wurde dadurch aber nicht besser. Im Gegenteil.

Das Zweikampfverhalten des Heimteams war nicht gut, mit Einzelaktionen versuchten die Laupnerinnen zum Erfolg zu kommen, und die Abschlüsse landeten mehrheitlich neben dem Tor.

«Es stimmte bei uns einfach nicht», fand Goalie Mir deutliche Worte. «Wir waren irgendwie antriebslos. Und man sah den Willen zum Sieg nicht.»

Beides änderte sich im Schlussabschnitt. Nun hatte der Favorit zwar gefühlt 90 Prozent Ballbesitz, geriet aber nach dem ersten gegnerischen Schuss in der 51. Minute 1:3 in Rückstand. Der UHC Laupen liess sich davon nicht beirren.

Er drückte dem Spiel weiter klar den Stempel auf und wurde dafür belohnt. Erst nützte das Heimteam zwei Fehler der Gäste kaltblütig aus und glich zum 3:3 aus. Nur kurz darauf gelang dem nun beflügelten Gastgeber nach einem Konter in der 56. Minute das 4:3.

Berner Oberland ersetzte daraufhin seinen Goalie, was Laupen zu zwei weiteren Toren ausnützte.

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