Die Riders legen in den Playouts vor
5:4-Sieg nach Verlängerung
Die Floorball Riders sind dem NLA-Ligaerhalt einen kleinen Schritt nähergekommen. Sie setzten sich im ersten Duell gegen Wasa St. Gallen auswärts durch.
Die Floorball Riders Dürnten-Bubikon-Rüti sind ideal in die Playouts gestartet. Die Oberländer NLA-Frauen gewannen auswärts gegen Wasa St. Gallen die erste Partie der Best-of-7-Serie 5:4 nach Verlängerung. Der Erfolg der beherzt und mutig spielenden Gäste war verdient. Sie verspielten zwar dreimal eine Führung, liessen sich davon aber nicht beirren und wurden dafür belohnt.
Das Siegtor gelang der neben der starken Torhüterin Sara Tschudin auffälligsten Riders-Spielerin, Topscorerin Malin Brolund, nach 64 Minuten. Brolund gelang das 5:4 aus dem Slot heraus, wobei die Stürmerin gleich mehrfach nachstochern durfte, ohne von einer Gegnerin angegangen zu werden.
Zur Verlängerung hätte es eigentlich gar nicht kommen müssen. Rund sieben Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit hatte sich Ann Zurbuchen in der eigenen Hälfte den Ball erobert und ihren Energieanfall mit einem satten Schuss zur 4:3-Führung für die Oberländerinnen abgeschlossen.
Bis zur 59. Minute hielt der knappe Vorsprung der Gäste auch, dann aber bugsierte Riders-Verteidigerin Anna Bachrachta einen Abpraller ihres Goalies ins eigene Tor – 4:4. Wasa hatte zu diesem Zeitpunkt die Torhüterin bereits durch eine sechste Feldspielerin ersetzt.
«Wir haben gewonnen, das ist das Wichtigste», freute sich Riders-Sportchef Giovanni Marti. Er sagte jedoch auch: «Es ist nur der erste Schritt.»
Die Fehler werden bestraft
Dem späten Glück der Riders war ein über weite Strecken engagierter und fokussierter Auftritt des Qualifikationsschlusslichts vorausgegangen. Dieses war im torreichen Startdrittel das bessere Team, lag aber dennoch zur ersten Pause 2:3 zurück.
Die konterstarken St. Gallerinnen hatten dabei zwei Riders-Fehler im Aufbau gnadenlos ausgenützt. Und auch ihre gefühlt dritte echte Möglichkeit sofort in ein weiteres Tor umgemünzt.
Ab dem zweiten Abschnitt traten beide Teams kontrollierter auf. Das Geschehen war nun ausgeglichen, es gab weniger Torchancen. Eine solche war eigentlich auch dem Riders-Ausgleich keine vorausgegangen. Kate Meldere zog einfach mal von hinter der Mittellinie ab – und traf zum 3:3 (25.)
Zwei Powerplays liessen die Riders danach ohne Zählbares verstreichen, später trafen sie einmal statt ins Tor nur die Umrandung. Zurbuchens Führung in der Schlussphase der regulären Spielzeit sollte letztlich zwar noch nicht die Entscheidung sein. Dank Malin Brolunds Siegestreffer aber zogen die Floorball Riders in den Playouts das Momentum auf ihre Seite.
