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Wetzikon schnuppert an den Playoffs – und muss doch nochmals in den Jura

Der EHC Wetzikon hat das zweite Spiel in den Pre-Playoffs gegen Franches-Montagnes verloren. Der EHCW ist lange auf Kurs, bringt seine knappe Führung aber nicht über die Zeit.

Der EHC Wetzikon (Gilles Buff, links) muss mit der Heimniederlage gegen Franches-Montagnes eine Enttäuschung hinnehmen.

Foto: Christian Merz

Wetzikon schnuppert an den Playoffs – und muss doch nochmals in den Jura

EHCW unterliegt nach Verlängerung

Der EHC Wetzikon hat das zweite Spiel in den Pre-Playoffs gegen Franches-Montagnes verloren. Der EHCW ist lange auf Kurs, bringt seine knappe Führung aber nicht über die Zeit.

Diese Serie hätte der EHC Wetzikon gerne gebrochen. Doch es bleibt dabei – treffen der EHCW und der HC Franches-Montagnes aufeinander, setzt sich immer das Auswärtsteam durch. Aus Oberländer Sicht heisst das: Wetzikon verlor das zweite Spiel der MHL-Pre-Playoffs daheim 2:3 nach Verlängerung und verpasste damit den nötigen zweiten Sieg, um in die Playoffs einzuziehen.

Die Wetziker waren nahe dran, gaben aber kurz vor Ende des dritten Drittels ihren knappen Vorsprung wieder preis.

Die Verlängerung war dann nichts für Leute mit schwachen Nerven. Beide Teams hatten mehrfach Chancen zum Sieg. Die Gäste trafen gar einmal die Torumrandung. Am Schluss jubelten sie trotzdem. Und das auch nicht unverdient. Matchwinner war Arnaud Schnegg. Der Ligatopskorer traf in der 71. Minute zum 2:3 – es war sein drittes persönliches Tor der Partie.

Ein Trostpflaster bleibt den Oberländern immerhin – die entscheidende dritte Partie am Samstag bestreiten sie wieder auswärts.

Rutz steht im Fokus

Keine Frage aber ist, dass die Wetziker auf die erneute Reise in den Jura gerne verzichtet hätten. Mit einem Doppelschlag rissen sie in der Schlussphase des zweiten Drittels die Führung an sich.

Das 2:1 hatte im dritten Abschnitt lange Bestand. Das lag vor allem an der hervorragenden Leistung von EHCW-Goalie Jan Rutz, der gegen die druckvoll nach vorne spielenden Gäste immer wieder in höchster Not parierte.

Nach einem Time-Out von Trainer Cédric Hüsler agierte das Heimteam in der Abwehr zwar wieder stabiler, ganz eindämmen konnte es den Druck der Westschweizer aber nicht. Und es rächte sich prompt, dass die Wetziker keine ihrer Chancen zum 3:1 nutzten.

Als Franches-Montagnes seinen Goalie bereits durch einen zusätzlichen Feldspieler ersetzt hatte, stand Schnegg ein zweites Mal in dieser Partie goldrichtig und zwang die Teams mit seinem 2:2 in die Verlängerung.

Plötzlich gehts schnell

Nach der 1:4-Niederlage am Dienstag war Vincent Léchenne angesäuert gewesen. Der Trainer der Jurassier hatte die nötige Intensität bei seiner Mannschaft vermisst, sich über die Geschenke an den Gegner geärgert und gesagt: «Wir müssen reagieren, sonst ist die Saison vorbei.»

Sein Appell blieb nicht ungehört. Die Gäste mussten sich in Wetzikon jedenfalls nicht den Vorwurf gefallen lassen, zu wenig für den Sieg getan zu haben. Nachdem der EHCW richtig aufsässig in die Partie gestiegen war, kippte das Pendel allmählich leicht auf die Seite von Franches-Montagnes.

Die Führung im zweiten Drittel war jedenfalls nicht unverdient. Und mit Arnaud Schnegg erzielte diese ein Stürmer, den man halt nicht so alleine im Slot stehen lassen sollte, wie die EHCW-Verteidigung das in der 26. Minute tat.

Der Rückstand warf das Heimteam zwar nicht aus der Bahn. Und es erarbeitete sich kurz darauf mehrere gute Chancen. Der Ausgleich aber kam nicht etwa aus dem Spiel heraus, sondern unmittelbar nach einem von Gian Andrea Thöny gewonnenen Bullay. Ehe sich die Jurassier versahen, hatte Jerome Portmann aus der Drehung heraus zum 1:1 getroffen.

Nur knapp dreieinhalb Minuten später stürmten nach einem Puckgewinn gleich alle fünf Wetziker nach vorne. Yannic Noll verwertete den überfallartigen Konter mit einem Backhand-Ablenker zum 2:1. Es war zu diesem Zeitpunkt ein guter Lohn für den EHCW, am Ende aber blieb dem MHL-Neuling nur der Frust über die Niederlage.

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