Wetzikon reicht ein Tor des Gegners
Knapper geht nicht
Der EHC Wetzikon schlägt Bülach in der 31. MHL-Runde 1:0 – dank einem von einem Unterländer Verteidiger unglücklich ins eigene Tor gelenkten Puck.
Einen besseren Einstand kann sich ein Torhüter gar nicht wünschen. Der erst kürzlich vom EHC Wetzikon verpflichtete Tim Meier liess sich im ersten Spiel für den EHCW nicht bezwingen und führte sein neues Team mit einer starken Leistung zum Heimsieg gegen Bülach.
1:0 gewannen die Wetziker in der vorletzten Runde der MHL-Qualifikation, überholten in der Tabelle den EHC Frauenfeld und kletterten auf Rang 9. Auf die Thurgauer treffen die bereits für die Pre-Playoffs qualifizierten Oberländer zum Abschluss der Qualifikation auswärts noch.
Beim knappen Heimerfolg über Playout-Teilnehmer Bülach erzielten die Wetziker das einzige Tor der Partie nicht einmal selber, auch wenn es EHCW-Stürmer Markus Odermatt zugeschrieben wurde.
Ein Bülacher Verteidiger lenkte in der 9. Minute den Puck mit dem Schlittschuh unglücklich ins eigene Tor ab, nachdem Odermatt mit seinem Abschluss gescheitert war.
Die Konsequenz fehlt
Es war kein mehrgängiges Feinkostmenü, das die 463 Fans am Mittwochabend vorgesetzt bekamen, sondern über weite Strecken ziemlich biedere Kost. Die Wetziker waren die spielerisch bessere Mannschaft, ihren Angriffen ging aber häufig die nötige Gradlinigkeit ab.
Genügend Chancen hatte der EHCW gleichwohl, um frühzeitig eine Zäsur herbeizuführen. Aber es schien bisweilen so, als ob das Heimteam mit dem 1:0 im Rücken weitere Tore gar nicht mit letzter Konsequenz anstreben würde.
Etwas gar sorglos gingen die Wetziker nicht nur mit ihren Chancen um. Auch in der Defensive fehlte es ihnen mehrfach an der nötigen Ernsthaftigkeit. Die Bülacher kamen dadurch ebenfalls zu guten Gelegenheiten.
Die Unterländer, die schon im letzten Duell gegen den EHCW kein Tor erzielt hatten, dürften nicht per Zufall das offensivschwächste Team der Liga sein. Dafür stand eine Szene zu Beginn des Mitteldrittels beispielhaft. In dieser lief ein Gästespieler alleine aufs Wetziker Tor zu.
Im letzten Moment aber versprang ihm die Scheibe, sodass er nicht einmal zu einem Abschluss kam.