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Wetzikon kann trotz Niederlage jubeln

Der EHC Wetzikon verliert daheim gegen Seewen 2:4. Der MHL-Aufsteiger hat sich trotzdem vorzeitig den Ligaerhalt gesichert.

Die Wetziker Spieler haben ihr Saisonziel erreicht – das Oberländer MHL-Team kann nicht mehr absteigen.

(Archiv) Foto: Christian Merz

Wetzikon kann trotz Niederlage jubeln

Abstiegsgefahr gebannt

Der EHC Wetzikon verliert daheim gegen Seewen 2:4. Der MHL-Aufsteiger hat sich trotzdem vorzeitig den Ligaerhalt gesichert.

Es ist doch ein seltener Moment, wenn sich eine Mannschaft nach einer Niederlage freuen kann. MHL-Aufsteiger EHC Wetzikon aber hat genau das am Mittwochabend erlebt. Der EHCW unterlag daheim in der
29. Runde dem Tabellendritten Seewen zwar 2:4, wobei die Wetziker erst in den letzten 125 Sekunden trafen und das Spiel nur ganz kurz nochmals spannend machten. Das Team von Trainer Cédric Hüsler hat den Ligaerhalt dafür vorzeitig auf sicher.

Schützenhilfe leistete dem EHCW der Lokalrivale aus Dübendorf, der auswärts in Bülach 2:1 gewann. Das wiederum heisst: Nach dem SC Lyss können auch die Unterländer die Wetziker in der Tabelle nicht mehr abfangen.

Die Oberländer liegen auf Rang 9, zehn Punkte vor dem vorletzten Bülach und haben die Pre-Playoffs auf sicher. Die letzten drei Partien der Qualifikation kann der EHC Wetzikon also völlig unbelastet in Angriff nehmen.

Die Tore fallen zu spät

Die Partie gegen Seewen wurde derweil erst ganz am Schluss nochmals aufregend. Dank einem Doppelschlag innerhalb von 20 Sekunden verkürzte Wetzikon auf 2:3. Danach blieben dem Heimteam noch 105 Sekunden, um den Ausgleich zu erzielen.

Die Gäste liessen sich die Butter aber nicht mehr vom Brot nehmen und trafen 40 Sekunden vor dem Ende ins verlassene Wetziker Tor.

Der EHCW zeigte insgesamt zwar keine schlechte Leistung und war sichtlich bemüht. Er war aber letztlich auch zu wenig gut. In der Offensive agierten die Oberländer lange Zeit zu unpräzise, zu wenig direkt, sodass sie nicht zu vielen zwingenden Chancen kamen.

Dass der Gastgeber trotz klarem Rückstand bis zuletzt an seine Chance glaubte und nicht aufgab, spricht für ihn.

Der bis zur ersten Pause eingehandelte 0:3-Rückstand erwies sich aber als zu grosse Hypothek. Wetzikon war im Startdrittel sicher nicht so viel schlechter als der Gegner, wie man anhand des Resultats hätte glauben können. Aber der EHCW war vorne bis auf wenige Ausnahmen harmlos. Und hinten in den entscheidenden Momenten halt einen Tick langsamer als die vifen Gäste.

Für defensive Nachlässigkeiten wurde er gnadenlos bestraft. Bei den ersten zwei Gegentoren vergassen die Wetziker jeweils einen Gästespieler im Slot. Das 0:3 fiel in Unterzahl – nur acht Sekunden vor der ersten Sirene.

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