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Rodlerin Natalie Maag gewährt seltene Einblicke

Andere tauchen schon lange vor der WM in den Tunnel ab. Nicht Natalie Maag. Die Wernetshauserin ist auch kurz vor dem Saisonhöhepunkt tiefenentspannt – und hat sich für uns durch ihren Alltag geknipst.

Rodlerin Natalie Maag gewährt seltene Einblicke

Vorbereitung auf die WM

Andere tauchen schon lange vor der WM in den Tunnel ab. Nicht Natalie Maag. Die Wernetshauserin ist auch kurz vor dem Saisonhöhepunkt tiefenentspannt – und hat sich für uns durch ihren Alltag geknipst.

Rodlerin, Köchin, Spielerin und Truck-Fahrerin – Natalie Maag trägt derzeit viele Hüte. Seit etwas mehr als einer Woche bereitet sich die Wernetshauserin am WM-Ort Whistler auf ihre zwei Renneinsätze an den Titelkämpfen vor. Am Donnerstag nimmt sie mit dem Australier Alexander Ferlazzo im Single-Mixed-Wettbewerb teil, tags darauf steht der wichtigere Einsatz im Einzel-Rennen an.

So offensiv hat sich Natalie Maag vor Weltmeisterschaften wohl noch nie geäussert. Jetzt aber meldet die Wernetshauserin aus dem kanadischen WM-Ort Whistler: «Ich hoffe, auch ein Wörtchen um die Medaillen mitreden zu können.» Man hört der einzigen Schweizer Toprodlerin an, wie gut ihr das letzte Weltcup-Resultat getan hat. Dritte wurde Maag im deutschen Oberhof. Und landete erstmals diesen Winter da, wo sie ihre Trainer und auch sie sich selber des Öfteren erwartet haben. Die im deutschen Team integrierte Maag verliert zwar weiterhin im Vergleich zur Konkurrenz Zeit beim Start, gehört im Weltcup mittlerweile aber zu den Topfahrerinnen. «Oberhof ist das beste Beispiel dafür», sagt sie. «Jemand mit solchen Startzeiten hat da sonst keine Podestplatz-Chancen.»

Dieser Satz lässt sich eins zu eins auf Whistler anwenden. Nicht einmal 40 Sekunden dauert die Fahrt der Frauen in der Olympia-Bahn von 2010. «Man lebt hier sehr vom Start», sagt Maag. Das kommt ihr alles andere als entgegen. Und doch verfügt die 27-Jährige mittlerweile über genügend Selbstvertrauen, sich nicht schon im Vorfeld selber aus dem Medaillenrennen zu nehmen. Die im Gesamtweltcup auf Platz 6 liegende Maag investierte viel, um an diesen Punkt zu kommen, telefoniert beispielsweise auch vor jedem Einsatz mit ihrem Mentalcoach. «Ich machte mich früher kleiner, als ich bin», blickt sie zurück und sagt: «Aber ich darf mir schon zuschreiben, dass ich zu den fünf besten Fahrerinnen gehöre.»

Klar ist: Das am späteren Freitagnachmittag unter Flutlicht stattfindende Einzel im tief verschneiten Whistler wird eine Tausendstelentscheidung. Was auch heisst: «Entweder hat man Glück oder Pech.» Einen Tag vor dem Einzel bestreitet Maag den Mixed-Einsitzer-Wettbewerb zusammen mit dem Australier Alexander Ferlazzo. Medaillenchancen hat das Duo kaum.

Der Mixed-Wettbewerb hat auf diesen Winter hin den Sprint abgelöst. Zuungunsten von Maag. Die einzige Rennrodlerin der Schweiz hatte vor knapp einem Jahr überraschend WM-Silber in der nun abgeschafften Disziplin gewonnen. (ome)

Maags Form vor dem Saisonhöhepunkt stimmt. Dreimal hintereinander fuhr sie im Weltcup nun in die Top Ten, zuletzt schaffte sie mit Rang 3 gar den Sprung aufs Podest. Maag mag die Bahn in Whistler. «Sie macht Spass, weil sie schnell ist.» Letzteres will auch sie sein. Was Maag dafür alles tut? Die Rodlerin gibt einen Einblick in ihre Vorbereitungen. Und hat sich dafür auch gleich durch ihren eigenen WM-Alltag geknipst.

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