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Er verpasst sein WM-Ziel und sagt: «Ich hätte es gerne besser gemacht»

Kevin Kuhn hoffte an der WM in Frankreich auf den Sprung unter die besten zehn. Davon ist er deutlich entfernt und muss sich mit Platz 16 begnügen.

Kevin Kuhn (hier beim Radcross Illnau) blieb an der WM hinter den Erwartungen.

(Archiv) Foto: Christian Merz

Er verpasst sein WM-Ziel und sagt: «Ich hätte es gerne besser gemacht»

Laupner Quer-Profi Kevin Kuhn

Kevin Kuhn hoffte an der WM in Frankreich auf den Sprung unter die besten zehn. Davon ist er mit Platz 16 allerdings deutlich entfernt.

Einmal hat es Kevin Kuhn bisher geschafft, an Elite-Weltmeisterschaften in die Top Ten zu fahren. Gerne hätte er es im französischen Liévin ein zweites Mal geschafft. Dafür brauche er aber einen guten Tag, hatte der Laupner im Vorfeld gesagt.

Einen solchen erwischte der Weltranglisten-14. im WM-Rennen vom Sonntag allerdings nur bedingt. Kuhn klassierte sich auf Rang 16, wobei er in der Schlussrunde zumindest noch einen Platz gutmachen konnte. Die Top Ten verpasste der beste Schweizer Quer-Fahrer in Nordfrankreich indes um mehr als eineinhalb Minuten.

«Ich hätte es gerne besser gemacht, aber es ist, wie es ist», fasste Kuhn sein Rennen zusammen. «Es ist nicht das Resultat, das ich mir erhofft hatte.»

Zum Verhängnis wurde Kuhn dabei auf dem nach starken Regenfällen in den vergangenen Wochen tiefen Boden die 2. Runde, für die er fast eine halbe Minute länger brauchte als für die Startrunde. Kuhn rutschte gleich um neun Ränge ab auf Platz 19. Und ärgerte sich: «Da bin ich überrumpelt worden, machte viele Fehler und verlor recht viel Zeit.»

Etwas Boden konnte er im restlichen Verlauf auf der Strecke mit den zwei Treppen zwar noch gutmachen. Die ganz grosse Aufholjagd aber blieb aus. «Vor mir war immer eine Gruppe von sechs, sieben Fahrern», sagte Kuhn, «an die kam ich aber nie ganz ran.»

Achtung, fertig, entschieden

Auf das erhoffte Duell der Superstars Mathieu van der Poel und Wout van Aert mussten die Tausenden von Fans an der Strecke derweil verzichten. Van der Poel fuhr seiner Konkurrenz gleich in der Startrunde davon, als sei es das Leichteste der Welt. Um später zu sagen: «Oft ist Angriff die beste Verteidigung.»

Der Niederländer schuf sich so gleich zu Beginn bereits einen genügend grossen Vorsprung auf van Aert, der wegen seiner wenigen Quer-Einsätze in dieser Saison nur aus der vierten Reihe gestartet war und sich zuerst durchs Feld pflügen musste.

Das tat der Belgier zwar und sicherte sich auch souverän die Silbermedaille. Van der Poel blieb für ihn dennoch ausser Reichweite. Der Niederländer fuhr in einer eigenen Liga. In seiner besten Runde absolvierte er den 2,95 Kilometer langen Parcours knapp 20 Sekunden schneller als alle anderen.

Die Dominanz des Titelverteidigers war erwartet worden. Van der Poel hatte diesen Winter in seinen sieben Quer-Einsätzen immer gewonnen, was Kevin Kuhn mit den Worten quittierte: «Wenn er Gas gibt, fährt er allen um die Ohren.»

So also wie am Sonntag. Bei der Zieldurchfahrt zeigte van der Poel mit den Fingern die Anzahl seiner WM-Titel an. Deren sieben sind es nun. Der 29-Jährige zog mit dem 2015 verstorbenen Erik de Vlaeminck gleich, dem bisher alleinigen Rekordhalter.

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