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Wetzikon verschafft sich Luft

Der EHC Wetzikon schlägt im MHL-Duell am Strich auswärts Bülach 2:0. Die Tore erzielte er im Startdrittel, danach konzentrierte sich der EHCW auf die Defensive.

Nico Crameri (links) nützte seine Chance kurz vor der ersten Pause und traf nach einer schönen Finte zum 2:0 für Wetzikon.

(Archiv) Foto: Christian Merz

Wetzikon verschafft sich Luft

Knapper Sieg in Bülach

Der EHC Wetzikon schlägt im MHL-Duell am Strich auswärts Bülach 2:0. Beide Tore erzielte er im Startdrittel, danach konzentrierte sich der EHCW auf die Defensive.

Hauptsache gewonnen, dürfte man sich beim EHC Wetzikon sagen. Der Tabellenzehnte setzte sich am Mittwochabend beim unmittelbar hinter ihm liegenden EHC Bülach in einem zerfahrenen, beidseits von Fehlern geprägten Spiel 2:0 durch.

Der MHL-Aufsteiger aus dem Oberland erzielte seine Tore gleich im Startdrittel. Er ging danach kein unnötiges Risiko mehr ein, konzentrierte sich auf die Defensivarbeit und brachte den knappen Vorsprung mit einer kämpferisch einwandfreien Leistung über die Zeit.

Matchwinner für die Gäste war Goalie Jan Rutz, der sehr viel Ruhe ausstrahlte und vor allem im zweiten Abschnitt mehrere Glanzparaden zeigte.

Mit dem Sieg im Kellerduell verschafften sich die Wetziker am unteren Trennstrich etwas Luft. Auf Bülach beträgt der Vorsprung des EHCW neu sieben Punkte, jener auf Schlusslicht SC Lyss gar deren acht.

Das branchenübliche Mittel

Fünf Spiele hatten die Bülacher zuletzt hintereinander verloren, drei davon gar, ohne auch nur ein Tor zu erzielen. Anfang Woche griffen die Unterländer darum zum branchenüblichen Mittel und trennten sich von Trainer Juraj Simek.

Nachfolger ist Paul Berri, der einst den EHCW einige Monate lang coachte, ehe er Anfang 2010 entlassen wurde. Dass Berri ein verunsichertes Team übernommen hat, zeigte sich schnell. Schon in der 2. Minute profitierte der Wetziker Markus Odermatt von einem herben Bülacher Abwehrfehler und traf für die Gäste zur Führung.

Der positive Auftakt brachte ebenso wenig Ruhe ins EHCW-Spiel wie das 2:0 durch Nico Crameri (18.). Der Stürmer schloss den bis dahin einzigen flüssig vorgetragenen Gäste-Angriff nach einer Finte kaltblütig ab. Im ersten Drittel liessen die Oberländer hinten immerhin nichts zu. Im zweiten Abschnitt gerieten sie dann aber bisweilen arg unter Druck.

Es schien fast so, als spielten sie mit dem Feuer. Die Gäste merkten jedoch rechtzeitig, dass dies gegen die aus allen Lagen schiessenden Bülacher kaum gut gehen konnte. Im Schlussabschnitt traten sie wieder deutlich kontrollierter auf und spielten die Zeit souverän runter.

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