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Wetzikon liefert ein Spiel zum Vergessen ab

Eine Strafenflut zu Beginn des Spiels bringt Wetzikon in die Bredouille. Davon erholt sich das MHL-Team nicht mehr und verliert deutlich.

Nach dem verpatzten Auftritt gegen Franches-Montagnes bleibt dem EHC Wetzikon (im Bild Theo Stöckli) nur eines übrig: sofort abhaken.

(Archiv) Foto: Christian Merz

Wetzikon liefert ein Spiel zum Vergessen ab

EHCW unterliegt daheim 0:5

Gegen Franches-Montagnes gerät der EHC Wetzikon schnell aus der Spur. Nicht einmal der Ehrentreffer gelingt dem Oberländer MHL-Aufsteiger.

Martin Weber

Der EHC Wetzikon vermochte in der 23. MHL-Runde nicht an die zuletzt guten Leistung anzuknüpfen. Der Aufsteiger verlor daheim gegen den HC Franches-Montagnes sang- und klanglos 0:5. Ausgerechnet gegen jene Mannschaft also, bei welcher es den Oberländern im Hinspiel Anfang November gelungen war, nach zehn Niederlagen in Serie den zweiten Saisonsieg (4:3) zu bewerkstelligen.

Allerdings muss erwähnt werden, dass der welsche Schiedsrichter mitverantwortlich war, dass die Wetziker gar nie in das Spiel finden konnten. Er verpasste Letzteren fünf Strafen innerhalb der ersten 13 Minuten, was prompt zwei Gegentreffer zur Folge hatte.

Danach fanden die Platzherren nie richtig den Tritt. Und weil sie in der Offensive wegen mangelndem Selbstvertrauen viel zu harmlos waren, brachten sie letztlich nicht einmal den Ehrentreffer zustande. Schade, die ansehnliche Kulisse von 632 Fans hätte einen besseren Auftritt ihrer Mannschaft verdient.

Der EHCW ist bedient

Bereits in der 2. Minute fassten die Oberländer die erste Strafe. Diese wurde von den Gästen mit einem schön herausgespielten Powerplaytreffer genützt. Es folgten vier weitere EHCW-Ausschlüsse, wovon allein Rihards Puide zweimal wegen angeblicher Behinderung rausgeschickt wurde.

Die Strafe von Andrin Locher wegen Reklamierens war schliesslich nachvollziehbar. Aber die doppelte Unterzahl hatte 23 Sekunden vor deren Ablauf den zweiten Gegentreffer zur Folge, bei welchem der Schiedsrichter das klare Foul an Goalie Jan Rutz nicht gesehen haben wollte.

So stand es danach 0:2 – die Wetziker waren bedient. Sie reagierten verunsichert und kamen nicht auf Touren. Zwar erspielten sie sich im mittleren Abschnitt ein klares Chancenplus, vermochten dieses aber nicht in Tore umzumünzen.

Zudem patzte jetzt auch noch Goalie Rutz und sah beim Kontertor von Loris Masini in der 29. Minute ziemlich schlecht aus.

Ein Trost bleibt

Rutz überliess seinen Posten danach Jari Stacher. Dieser wurde zunächst kaum geprüft, musste sich aber 14 Sekunden vor der zweiten Pause doch zum 0:4 bezwingen lassen.

Seine Vorderleute waren jetzt total von der Rolle und brachten im Schlussdrittel kaum noch zusammenhängende Aktionen zustande. Sinnbildlich für die schlechte Verfassung, in der sich das Team nun befand: In der 50. Minute verschoss Gian Andrea Thöny noch einen Penalty.

Tröstlich für die Wetziker: Die hinter ihnen liegenden Teams aus Bülach und Lyss verloren ebenfalls. Der Vorsprung des EHCW auf den Trennstrich beträgt damit weiterhin vier Punkte.

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