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Für Wetzikon wäre gar mehr drin gelegen

Der EHC Wetzikon liegt gegen Seewen zwar nie in Rückstand. Das Oberländer MHL-Team aber holt trotzdem nur einen Punkt.

Der EHC Wetzikon (Andrin Locher, vorne) forderte Seewen einiges ab.

(Archiv) Foto: Christian Merz

Für Wetzikon wäre gar mehr drin gelegen

3:4-Niederlage nach Penaltyschiessen

Gegen das Spitzenteam Seewen zeigt der EHC Wetzikon eine gefällige Leistung. Er spielt munter mit, vermag seine Führungen aber nicht zu halten.

Ist es ein gewonnener Punkt? Oder doch zwei verlorene Zähler? Es dürfte eher letzteres sein.

Denn der EHC Wetzikon lag am Mittwochabend auswärts gegen den vormaligen Tabellenzweiten Seewen nie in Rückstand. Er hatte in der Verlängerung die beste Möglichkeit, die MHL-Partie für sich zu entscheiden, verlor letztlich aber doch 3:4 nach Penaltyschiessen.

Kein einziger Wetziker traf in diesem, dem Heimteam reichte es darum, dass mit Mika Burkhalter nur ein einziger Spieler seinen Versuch verwertete. Wetzikon liegt dank dem Punktgewinn weiterhin an 10. Stelle – und damit über dem Trennstrich.

Die Oberländer zeigten in Seewen über weite Strecken eine gute Leistung. Der Aufsteiger spielte munter mit, versuchte seine Aufgaben spielerisch zu lösen, musste kaum je zu Befreiungsschlägen greifen und agierte grösstenteils diszipliniert.

Nur drei kleine Strafen fasste der EHCW gegen den spielstarken Favoriten, der zwischenzeitlich mächtig Dampf machte. Zwei davon allerdings in der Schlussphase des dritten Drittels. In Unterzahl gerieten die Gäste gehörig unter Druck und mussten in dieser Phase auch das Glück in Anspruch nehmen, um sich noch in die Verlängerung retten zu können.

EHCW baut zwischendurch ab

Zweimal lagen die Wetziker mit zwei Toren vorne. Sie überraschten Seewen mit einer schnellen 2:0-Führung nach lediglich sechs Minuten. Und wussten das Anschlusstor des Heimteams kurz vor Spielhälfte mit dem 3:1 zu beantworten.

Es war kein Zufall, gelang dem EHCW das dritte Tor nach einem Konter. Denn die Gäste setzten auf eine kompakte Abwehr mit kontrollierten Auslösungen, lauerten auf Fehler des Gegners und konzentrierten sich auf schnelle Gegenangriffe. Beim 3:1 ging ihre Taktik mustergültig auf. Auch weil Andrin Locher statt selber abzuschliessen, auf den aufgerückten Verteidiger Till Etter zurück passte, der sich vor seinem Abschluss etwas Zeit liess.

Die Oberländer hatten danach gar eine Grosschance, auf 4:1 zu stellen. Sie vergaben diese allerdings nicht nur, sondern bauten danach zwischenzeitlich ab. Nun kamen die Pässe beim EHCW nur noch sporadisch an. Und hinten taten sich Löcher auf.

Innerhalb von etwas mehr als drei Minuten kassierte der Aufsteiger zwei Gegentore. Wobei er den Ausgleich gar in Überzahl hinnehmen musste, nachdem er mehrere Fehler aneinandergereiht hatte. Die zweite Pause tat den Gästen sichtlich gut. Danach waren sie wieder sattelfester. Zum Sieg reichte den Wetzikern gleichwohl nicht.

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