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Maag hat in Innsbruck plötzlich Spass

Bisher war die Rodlerin aus Wernesthausen kein Fan der Bahn in Innsbruck. Nun hat Natalie Maag ihre Meinung geändert.

Sie hat gut lachen: Natalie Maag gelang in Innsbruck eine starke Leistung.

Foto: Keystone

Maag hat in Innsbruck plötzlich Spass

Oberländer Weltcup-Rodlerin

Beim Weltcuprennen in Innsbruck braust Natalie Maag auf Rang 6 – und damit so weit nach vorne wie noch nie vorher in diesem Eiskanal.

Natalie Maag und der Eiskanal in Innsbruck – das war bisher keine wirkliche Liebesbeziehung. Heuer aber starteten die Frauen im Weltcup auf der österreichischen Bahn von einer neuen Höhe. Das spielte der Wernetshauserin offensichtlich in die Hände.

Schon vor dem Rennen zeigte sie sich über die Änderung erfreut: «Ich hätte nie gedacht, dass ich das einmal sagen würde, aber jetzt macht Innsbruck Spass.»

Maag liess den Worten auch gleich Taten folgen. Die Oberländerin beendete das zweite Weltcuprennen der Saison auf dem 6. Platz. Trotz «kleinen Fehlern in beiden Läufen», wie sie fand. Maag sagte dennoch: «Ich bin mega happy.»

So weit vorne war die erfahrene Weltcup-Rodlerin zuvor in Innsbruck noch nie klassiert. Überhaupt erst zweimal war Maag, die schon vor knapp zehn Jahren auf höchster Stufe debütiert hatte, bisher in ihrer Weltcup-Karriere besser gewesen.

Kommt hinzu: Gegenüber dem Saisonauftakt in Lillehammer (Rang 11) konnte sich die einzige Schweizer Weltcup-Rodlerin erheblich steigern, was sie aufschnaufen liess: «Das tut richtig gut.» In der Gesamtwertung ist Maag nun auf Platz 8 klassiert.

Eine Winzigkeit fehlt

Das gute Resultat in Innsbruck kommt etwas überraschend. Denn Maag gelang zwar eine ausgezeichnete Vorbereitung mit vielen schnellen Fahrten. Sie stürzte allerdings kurz vor dem Start der Weltcup-Saison und zog sich dabei eine Fussverletzung zu. Diese handicapiert sie denn auch noch immer.

Beinahe wäre Maag in Österreich trotzdem noch einen Platz weiter vorne gelandet. Sie lag nach dem ersten Lauf auf Rang 5 – zeitgleich mit der US-Amerikanerin Summer Britcher. Im zweiten Lauf fiel die Wernetshauserin noch um eine Position nach hinten. Auf Rang 5 fehlten ihr allerdings die Winzigkeit von zwei Tausendstelsekunden.

Bereits am nächsten Samstag geht es in Oberhof für die Weltcup-Rodlerinnen weiter. Maag kann zuversichtlich nach vorne blicken. Oberhof liegt ihr, wie die letztjährigen Resultate zeigen. Sie wurde da Vierte und Sechste.

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