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Laupen besteht die Bewährungsproben

Der UHC Laupen hatte zwei Pflichtaufgaben zu erledigen. Und der Tabellenzweite gab sich gegen Winterthur und Wasa St. Gallen keine Blösse.

Die Laupner Frauen (Yara Hofmann, links) haben am Wochenende zwei weitere Siege eingefahren.

Foto: Christian Merz

Laupen besteht die Bewährungsproben

Oberländer NLA-Frauen

Zwei Spiele, zwei deutliche Erfolge: Der UHC Laupen erledigte die Pflicht mit dem 6:1 und einem 9:3 gegen Wasa St. Gallen souverän.

Sie schossen im Herbst richtiggehend aus den Startlöchern. Mit vier Siegen hintereinander eroberten die Laupner NLA-Frauen damals die Tabellenspitze. Die Laupnerinnen ganz oben – es war ein ungewohntes Bild.

Schliesslich hat das Oberländer Team zwar seit 2018 und dem Aufstieg in die höchste Liga die Playoffs jedes Mal erreicht. Besser als auf Rang 7 aber schloss die Mannschaft von Trainer Yves Kempf die Qualifikation nie ab. Und eine Playoff-Serie konnte sie noch nie für sich entscheiden.

So erwartete der eine oder andere wohl nach dem Blitzstart der Laupnerinnen, dass diese im Verlauf der Meisterschaft nach unten abrutschen würden. Wohl auch deshalb, weil der UHC Laupen es jeweils in den letzten Saisons regelmässig irgendwann geschafft hatte, sich in ein Tief zu manövrieren.

Von einem solchen ist heuer weit und breit nichts zu sehen. Mehr als die Hälfte der Qualifikation ist vorbei. Und Laupen mischt weiterhin munter an der Spitze mit. Einzig Titelverteidiger Kloten-Dietlikon liegt vor den Oberländerinnen.

Diese haben nun in elf Spielen 25 Punkte gesammelt – das sind bereits jetzt mehr als in der gesamten Qualifikation der Saison 2023/2024. Da hatten sie am Schluss 20 Zähler auf dem Konto.

Neues im Pflichtenheft

Die neu gewonnene Breite steht am Ursprung des Aufschwungs. Sie sorgt für Stabilität. Die Last in der Offensive ist auf viele Schultern verteilt. Und die Laupnerinnen vermögen durch die Kadertiefe Verletzungen aufzufangen.

Auffällig ist zudem: Nun schlagen sie jene Gegnerinnen, die sie aufgrund der Tabelle auch schlagen sollten. Weil sie zu solchen Partien mit dem Anspruch antreten, dass Siege zu ihrem Pflichtenheft gehören. Bestes Beispiel dafür ist die Doppelrunde vom Wochenende, in der Laupen mit Winterthur (8.) sowie Wasa St. Gallen (10.) auf zwei Kellerteams traf.

Laupen löste die Aufgabe mit zwei Erfolgen souverän. Nicht nur aufgrund der spielerischen Qualität, sondern weil die Oberländerinnen mit der entsprechenden Einstellung antraten. Stürmerin Annina Stoll sagte nach dem 6:1 in Winterthur jedenfalls: «Das war eine Bewährungsprobe für uns.» Um mit Blick aufs Spiel tags darauf zu folgern: «Und die nächste folgt auch gleich.»

Acht Namen auf der Liste

Den Elchtest am Sonntag überstand der UHC Laupen ebenfalls schadlos. Er bezwang daheim Schlusslicht Wasa St. Gallen deutlich 9:3, ohne dabei das Letzte aus sich herauspressen zu müssen. «Wir haben nicht unsere Bestleistung gezeigt, aber die Pflicht erfüllt», war Stoll zufrieden.

Mit dem ersten Angriff und nach lediglich 31 Sekunden gingen die Laupnerinnen durch Kristyna Bachmaierova in Führung.

Die Gäste zeigten sich nach dem Kaltstart nicht etwa geschockt und vermochten die Partie recht lange offen zu halten. In der Offensive aber waren die Ostschweizerinnen schlicht zu harmlos. Kurz vor und nach der zweiten Pause entschied Laupen mit zwei Powerplay-Toren zum 5:1 die Partie.

Bis zum Schluss trugen sich acht verschiedene Laupner Spielerinnen in die Torschützenliste ein, einzig Verteidigerin Bachmaierova traf doppelt. Laupen wurde vom Aufsteiger nicht gefordert. Und konnte es sich sogar leisten, Stammspielerinnen wie etwa Yara Hofmann erst nach Spielhälfte erstmals einzusetzen.

Auch das 6:1 vom Samstag sieht nach einer deutlichen Angelegenheit aus. Wirklich überzeugend aber waren die Gäste aus dem Oberland erst im Schlussdrittel, als sie ihre besten Kräfte auf zwei Linien konzentrierten. Nun wurden sie ihrer Reputation gerecht. Sie hatten viel Ballbesitz, erspielten sich zahlreiche Chancen und schraubten das Skore von 3:1 auf 6:1.

Zuvor hatten sich die Laupnerinnen, die im Startabschnitt dreimal trafen, gegen den um den Playoff-Einzug kämpfenden Gegner über weite Strecken schwergetan.

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