Die Wetziker Torlawine kommt aus dem Nichts
7:2-Sieg im MHL-Kellerduell
Der EHC Wetzikon kommt gegen Frauenfeld ab dem Mitteldrittel in Fahrt. Der Aufsteiger braucht in diesem nur wenige Minuten, um die Partie an sich zu reissen.
Dieser Sieg tut dem MHL-Aufsteiger gut. Gleich 7:2 bezwang der EHC Wetzikon am Mittwoch daheim im Kellerduell den EHC Frauenfeld. Die Wetziker bleiben zwar weiterhin das Schlusslicht, weil auch der EHC Bülach gewann. Die Oberländer verkleinerten mit ihrem klaren Erfolg die Lücke zu den unmittelbar über dem Trennstrich liegenden Thurgauern aber auf zwei Punkte.
Vor allem aber gewannen sie auch einmal eine Partie, in der sie über einen längeren Zeitraum gar nicht die bessere Mannschaft waren. Im Gegenteil. Der EHCW hätte sich nicht darüber beklagen dürfen, wäre er gegen die zumindest bis zur Spielhälfte wacher und entschlossener wirkenden Gäste zur ersten Pause höher als 0:1 im Rückstand gelegen.
Ab dem Mitteldrittel aber kam der MHL-Neuling besser zur Geltung. Und zeigte sich ungewohnt kaltblütig. Innerhalb von knapp 21 Minuten erzielte er bei numerischem Gleichstand ein halbes Dutzend Tore und bodigte damit den Gegner.
Zwei EHCW-Stürmer zeigten sich dabei besonders treffsicher. Gian Andrea Thöny war viermal erfolgreich, Ari Hochheuser zweimal.
Elf Sekunden für zwei Tore
Die Wetziker Torlawine im zweiten Drittel erfolgte aus dem Nichts. Und innerhalb von exakt sieben Minuten, wobei der EHCW in dieser Phase unheimlich effizient war und mit drei Abschlüssen ebenso viele Tore erzielte.
Eingeleitet wurde die Wende wenig überraschend vom EHCW-Spieler mit dem ausgeprägtesten Torinstinkt – Topskorer Gian Andrea Thöny. Der Stürmer lenkte in der 24. Minute eine präzise Vorlage von Yannic Noll zum 1:1 ab.
Der Ausgleich fiel entgegen dem Spielverlauf und tat Frauenfeld richtig weh. Mit einem groben Abwehrfehler begünstigten die Gäste auch gleich den zweiten Wetziker Treffer von Hochheuser. Dem nicht genug, ging Thöny nur elf Sekunden nach dem Wiederanspiel im Slot der Thurgauer völlig vergessen. Und der Stürmer machte das, was er eben tut, wenn man ihm solche Freiheiten lässt – er traf erneut. Es war sein bereits elftes Tor der Saison.
In der Folge fing sich Frauenfeld wieder. Der MHL-Aufsteiger aus dem Oberland hatte gleichwohl noch im Mitteldrittel zumindest eine riesige Chance aufs 4:1 – es wäre die frühe Vorentscheidung gewesen.
Das vorerst Verpasste holten die Wetziker zu Beginn des Schlussdrittels sogleich nach. Innerhalb von nicht einmal zwei Minuten erhöhten Rubio Schir, Töny und Hochheuser zum 6:1.