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Wetzikon gerät im Schlussabschnitt aus der Spur

Der EHC vermeldet kurz vor dem Spiel die Vertragsverlängerung mit Trainer Hüsler – und verliert dann gegen Arosa doch deutlich.

Schon jetzt ist klar: Cédric Hüsler ist auch nächste Saison Cheftrainer beim EHC Wetzikon. 

(Archiv) Foto: Christian Merz

Wetzikon gerät im Schlussabschnitt aus der Spur

Vier Gegentore in einer Viertelstunde

Der Oberländer MHL-Klub gibt ein Bekenntnis zu seinem jungen Trainer ab. Mit einem Sieg gegen Arosa versüssen kann der EHCW das Ganze indes nicht.

Es hätte ein rundum gelungener Abend für den EHC Wetzikon und seine Fans werden können. Kurz vor Beginn der MHL-Partie zwischen dem EHCW und Arosa gab der Klub bekannt, dass er den Vertrag von Cédric Hüsler frühzeitig verlängert hat und dieser nun auch für die nächste Saison gilt.

Wohlgemerkt: Der 30-jährige Bubiker absolvierte am Mittwochabend erst sein fünftes Spiel als Cheftrainer der Oberländer. Der frühere Assistent, der Ende Oktober auf Albert Malgin folgte, hat in dieser Zeit die Verantwortlichen des EHCW offensichtlich überzeugt.

Luzi Schneider von der Sportkommission sagt dazu: «Cédric hat neben seiner Erfahrung als Profi und seinem Know-how eine hohe Sozialkompetenz, versteht es, mit jedem Spieler gut umzugehen, gerade auch mit den Jungen.» Mit der Vertragsverlängerung habe man aufzeigen wollen, dass Hüsler keine Interimslösung sei, «sondern wir fest auf ihn setzen», so Schneider.

Aber eben, das Bekenntnis der Klubleitung zu Hüsler vermochte das Team nicht mit einem Sieg zu versüssen. 1:5 unterlagen die Wetziker daheim dem EHC Arosa. Wobei man das klare Resultat relativieren muss. Wie schon in der ersten Begegnung gegen die Bündner, die aus EHCW-Sicht 3:4 endete, gerieten die Wetziker im Schlussdrittel aus der Spur. Bis zur 45. Minute durften sie beim Stand von 1:1 hoffen, das glücklichere Ende auf ihrer Seite zu haben.

Weiterhin am Tabellenende

Eine Einzelleistung stand letztlich am Ursprung der Niederlage. So konnte David Rattaggi beim wegweisenden 1:2 durch einen Pulk von Wetzikern Spielern hindurchlaufen und traf danach zur erstmaligen Gästeführung.

Noch war genug Zeit für den Ausgleich vorhanden. Doch in der 53. Minute kassierte der EHCW in Unterzahl das schön herausgespielte 1:3.

Die zwei weiteren Tore waren lediglich eine Randnotiz und fielen in der Schlussphase. Beim 1:4 agierte das Heimteam ohne Torhüter, beim 1:5 war es erneut in Unterzahl.

So endete ein lange Zeit erfreulicher EHCW-Auftritt doch noch mit einer deutlichen Niederlage. Der MHL-Neuling verbleibt am Tabellenende. Und hat es diese Saison noch nie geschafft, zwei Spiele hintereinander zu gewinnen.

Zielstrebiger vors Tor

Am Samstag hatte der EHCW überraschend Spitzenklub Huttwil bezwungen, und auch gegen Arosa wusste er bis weit ins Schlussdrittel hinein zu gefallen. Die Wetziker traten mit Spielfreude auf und vermochten das Tempo der sechstklassieren Gäste problemlos mitzugehen.

Weniger Chancen als das etablierte MHL-Team aus dem Schanfigg erarbeiteten sich die Oberländer jedenfalls nicht. Es ist augenfällig, wie viel zielstrebiger sie in der Offensive ans Werk gehen als noch vor kurzem. Auch gegen Arosa brachte der EHCW die Scheibe immer wieder sofort Richtung Tor.

Der Führungstreffer des Heimteams in der 7. Minute entsprang denn auch nicht etwa einem Zufall, sondern war das Produkt eines schnörkellosen Angriffes, den Andrin Locher erfolgreich abschloss. Die Bündner glichen noch im Startdrittel aus. Sie profitierten dabei vor dem 1:1 von einem missglückten Wetziker Versuch, die Scheibe aus dem eigenen Drittel zu spedieren.

Linus Haller kam an den Puck, lancierte Topskorer Gregory Bedolla (14.), der nach einer geschickten Finte traf.

Trotz beidseits guter Chancen blieb es bis rund eine Viertelstunde vor Schluss bei diesem Spielstand, wobei sich keine der Mannschaften deutliche Vorteile verschaffen konnte. Dann aber setzte Rattaggi zum Slalomlauf an und gab der Partie mit seinem Tor die entscheidende Wendung.

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