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Darum ist die Triathletin aus Dürnten trotz knapp verpasstem Sieg glücklich

Beim letzten Weltcup-Rennen der Saison in Japan wird Alissa König Zweite – nur zwei Sekunden hinter der Siegerin.

Sie zeigt ihre Freude: Alissa König zurück im Hotel mit der Silbermedaille.

Foto: Screenshot Instagram

Darum ist die Triathletin aus Dürnten trotz knapp verpasstem Sieg glücklich

Auf den letzten Metern überholt

Beim Weltcup in Miyazaki muss sich Alissa König mit dem Sieg vor Augen im Schlussspurt zwar beugen – ihre Bezwingerin ist aber nicht irgendwer.

Sie kommt ihrem ersten Weltcup-Sieg immer näher. Nur sechs Sekunden hatten Alissa König Anfang Oktober als Zweite in Rom zum Triumph gefehlt. Beim Weltcuprennen im japanischen Miyazaki sind es jetzt gar nur noch deren zwei. Erneut steht König als Zweite auf dem Podest.

Das Ende des Wettkampfs ist dramatisch. Die Triathletin aus Dürnten biegt als Führende auf die Zielgeraden ein. Doch von hinten nähert sich wie ein Schnellzug die US-Amerikanerin Gwen Jorgensen.

Was König nicht entgeht: «Ich konnte sie kommen hören», erzählt sie hinterher und hat auch keine Mühe zuzugeben: «Ich hatte keine Chance auf den letzten 15 Metern.»

Jorgensen überspurtet die Führende im letzten Moment noch und siegt. König überquert die Ziellinie als Zweite, sinkt gleich dahinter auf den Boden. Völlig ausgepumpt liegt sie da, während weitere Athletinnen im Ziel eintreffen.

Die drittplatzierte Belgierin Jolien Vermeylen hilft König irgendwann wieder auf die Beine. Die Oberländerin hat das Lachen zu diesem Zeitpunkt bereits wieder gefunden.

Und sie strahlt auch später, als sie im TV-Interview des Weltverbandes über das Rennen spricht. «Ich fühlte mich geehrt, einen Sprint mit Gwen zu haben», sagt sie gar. Worauf König hinaus will?

Siegerin Gwen Jorgensen ist nicht irgendwer, sondern Olympiasiegerin 2016 und zweifache Weltmeisterin auf der Kurzdistanz.

«Meine Führung auf den letzten 50 Metern noch eingebüsst zu haben, ist zwar etwas bitter», sagt König auch, ist sich aber im Klaren: «Aber es ist halt nicht fertig, bis es fertig ist.»

Das Saisonfazit? Sehr positiv

Das wirkt alles sehr abgeklärt. König hat aber auch keinerlei Grund, enttäuscht zu sein. Im Gegenteil.

Sie hat in den letzten Monaten ein Erfolgserlebnis ans andere gereiht, klassierte sich in vier ihrer fünf Weltcup-Rennen in den Top Ten. Zum Abschluss der Saison hat sie nochmals ein Ausrufezeichen gesetzt.

Was ein Jahr doch ausmacht. Im Herbst 2023 dachte König nach mehreren Tiefschlägen gar darüber nach, ihre Karriere zu beenden. Nun ist zurück auf der Sonnenseite des Sports. «Diese Saison hat mir so viel mehr gebracht als ich erwartet habe», zieht König Fazit und blickt schon jetzt nach vorne: «Ich freue mich sehr auf die Nächste.»

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