Ein Doppelschlag zwingt Wetzikon in die Knie
MHL-Aufsteiger verliert
Der EHC Wetzikon muss sich Arosa daheim 3:4 geschlagen geben. Am Ursprung der Niederlage steht ein schwacher Start ins Schlussdrittel.
Zweimal lag der EHC Wetzikon im Heimspiel gegen Arosa vorne. Und konnte beim Stand von 2:2 mit berechtigten Hoffnungen auf ein Erfolgserlebnis ins Schlussdrittel steigen. Doch der Start in dieses misslang dem MHL-Aufsteiger. Plötzlich agierte er fahrig und fehlerhaft in der eigenen Zone.
Die Gäste nutzten die Oberländer Schwächephase gnadenlos aus. Innerhalb von 63 Sekunden trafen sie zweimal, wobei sie das wegweisende 2:3 mit einem Mann mehr auf dem Eis erzielten. Für die Wetziker war es dabei das erste Tor in Unterzahl in dieser Saison überhaupt.
Von den zwei Tiefschlägen erholte sich das Heimteam nicht mehr. Knapp sechs Minuten vor Schluss verkürzte Rihards Puide mit seinem zweiten Powerplaytor des Spiels zwar zum 3:4. Dabei blieb es allerdings, weil dem in den letzten zwei Minuten ohne Torhüter angreifenden EHCW der Ausgleich nicht mehr gelingen wollte. Das knappe 3:4 war die vierte Wetziker Niederlage in Serie. In der Tabelle sind sie damit auf den vorletzten Platz abgerutscht.
Schmeichelhafte Führung
Erstmals seit dem gewonnenen Startspiel in Langenthal schoss der EHCW in einem Spiel wieder einmal das erste Tor. In der letzten Minute des Startdrittels waren die Gäste zu weit aufgerückt, was das Heimteam mit dem 1:0 bestrafte. Die Gastgeber fuhren einen Konter, bei dem nur noch zwei Aroser gleich vier Wetzikern gegenüberstanden. Andrea Zanolari übernahm schliesslich die Verantwortung und versenkte die Scheibe nach dem zielstrebig ausgeführten Gegenangriff.
Es war ein zu diesem Zeitpunkt eher schmeichelhaftes Ergebnis für den MHL-Aufsteiger. Denn dieser hatte zwar durchaus gut begonnen und hatte die zu Beginn schläfrig wirkenden Aroser im Griff gehabt.
Mit Fortdauer des Startabschnitts aber schüttelten die Gäste die Müdigkeit der langen Fahrt aus ihren Knochen. Sie traten jetzt deutlich schwungvoller auf und übernahmen das Zepter. Was dazu führte, dass der EHCW vorwiegend mit Abwehrarbeiten beschäftigt war und anders als in der Starphase, offensiv kaum mehr in Erscheinung trat.
Das Heimteam arbeitete in der eigenen Zone jedoch engagiert. Die eine oder andere Grosschance der Bündner konnte es gleichwohl nicht verhindern. Im stilsicheren Jan Rutz aber hatten die Oberländer einen sicheren Goalie als Rückhalt.
Puide in der Hauptrolle
Im zweiten Abschnitt musste sich der starke EHCW-Goalie dennoch zweimal bezwingen lassen. Den Aroser Ausgleich bei Spielmitte erzielte Filip Cap mit einem satten Schuss, beim 2:2 der Gäste kurz vor der zweiten Pause war Keeper Rutz die Sicht verdeckt.
Der neuerliche Ausgleich fiel nur hundert Sekunden, nachdem die Wetziker zum zweiten Mal vorgelegt hatten. Das Team von Albert Malgin hatte da eine längere doppelte Überzahl genutzt.
Puide erzielte nach einer sehenswerten Kombination das 2:1. Der Stürmer traf später zwar noch ein zweites Mal. Er sass allerdings auch auf der Strafbank, als die Wetziker in der 46. Minute in Rücklage gerieten.