Deshalb sind die Uster Games am Scheideweg
12. Austragung im Jahr 2025
Die Fans der Uster Games müssen sich gedulden. Der beliebte Multisport-Anlass wurde ins neue Jahr verschoben – und dürfte einige Änderungen erfahren.
Wer sich online auf der Veranstalter-Website bereits über die nächsten Uster Games erkundigen will, wird nicht fündig. Noch immer ist das Programm der letzten Ausgabe aufgeschaltet.
Wie steht es also um die kommende Durchführung? Bei gewohntem Ablauf würde der Multisport-Anlass doch spätestens in zwei Monaten über die Bühne gehen.
Und tatsächlich wird beim Nachfragen klar: Die Uster Games finden nicht mehr dieses Jahr statt. Dies wirft Fragen auf. Denn seit der ersten Austragung 2012 wurden sie bis anhin nur einmal Corona-bedingt (2020) abgesagt.
Von einem möglichen stillen Ende wollen die Organisatoren aber nichts wissen. Der Ustermer Traditionsevent soll für einmal einfach im Februar oder März stattfinden – vor oder nach den Sportferien.
Die Verschiebung hat mit Veränderungen in der Organisation zu tun. Daniel Weber, der bisherige OK-Chef, und Denise Hadorn stehen beide nur noch beratend zur Seite. Diese Aufgabenbereiche werden inskünftig auf mehrere Schultern verteilt.
«Wir müssen zuerst prüfen, welche Varianten mit den vorhanden Ressourcen und Rahmenbedingungen möglich sind», sagt Rolf Schärer vom Verein Uster Games und Zuständiger der Handballer des TV Uster.
Schülerturnier als Fixpunkt
Klar ist damit auch: Die Uster Games richten sich grundsätzlich neu aus. Sprich: In welcher Form die nächste Austragung stattfindet, ist offen.
Fest steht bis anhin nur, dass das jeweils am Sonntagvormittag durchgeführte Mega-Sport-Schülerturnier weiter fester Bestandteil sein soll. Beim vom Rotary Club Uster unterstützten Rahmenprogramm können Fünft- und Sechstklässler aus Uster und Umgebung die Sportarten Volleyball, Unihockey und Handball kennenlernen. Dabei wird eine Woche vor dem Anlass noch ein Trainingsmorgen mit den Jugendlichen durchgeführt.

Eine Variante ist durch die Umstände und Neuorientierung auch, dass die nächsten Uster Games nur an einem Tag stattfinden. So wie einst bei der Premiere im Jahr 2012, zu der es dank den Initianten von Volley Uster und dem UHC Uster gekommen war. Die Ustermer Handballer stiessen im Folgejahr dazu, worauf der Anlass auf ein Wochenende ausgedehnt wurde.
Ein Grund für ein Zurückbuchstabieren könnte das mögliche Fehlen des UHC Uster sein. Die NLA-Unihockeymänner blieben dem Anlass schon einmal während zweier Jahre fern (2016/2017) – aufgrund finanzieller Ungereimtheiten.
Ersetzt wurden sie vom damaligen Frauen-Volleyball-Starensemble von Volero Zürich und den NLA-Handballern von Pfadi Winterthur.
Verbandsauflagen als Hürde
Ein ähnliches Szenario ist aber nun undenkbar. Im Fokus sollen weiter die Vereine aus der Stadt stehen – und im Fall des UHC Uster liegt der Knackpunkt dieses Mal viel mehr beim Schweizer Verband.
Dieser hat unlängst beschlossen, dass sämtliche NLA-Spiele inskünftig auf einem unihockeyspezifischen Boden durchgeführt werden müssen. Schneller, präziser und fernsehfreundlicher soll der Sport dadurch werden.
Für die Uster Games heisst diese Professionalisierung wiederum, dass im Fall des Unihockey-Spiels deutlich mehr Vorlaufzeit nötig würde – um den Belag zu verlegen. Und diese Vorgabe ist gleichzeitig Gift für einen Anlass von dieser sportlichen Diversität. Das Beispiel zeigt zudem, wie schwierig es ist, alle Interessen unter einen Hut zu bringen.
Bis zum Grundsatzentscheid, wie es mit den Uster Games weitergeht, wird es allerdings November werden. Bis dahin dürfte auch die Website wieder aufdatiert sein.