Pfäffikerseelauf zieht die Massen an
Seine Popularität ist nicht überraschend
Das Rennen um den Pfäffikersee markiert den Schlusspunkt der ältesten und grössten Laufserie der Schweiz. Das Starterfeld ist auch heuer gross.
Ganz passabel sehen sie aus, die Wetterprognosen für Sonntag. Um die 15 Grad warm soll es sein, eine ideale Lauftemperatur also. Dazu dürfte es trocken bleiben.
Trifft die Voraussage etwa so ein, wird der eine oder andere Laufbegeisterte mehr seine Schuhe kurzfristig doch noch packen und sich nach Wetzikon aufmachen, wo Start und Ziel des Pfäffikerseelaufs liegen. Bis 30 Minuten vor dem Start ist die Online-Nachmeldung möglich.
Das traditionelle Rennen, das erstmals 1979 stattfand und heuer seine 45. Ausgabe erlebt, ist beliebt. Im Vorjahr nahmen fast 2100 Läuferinnen und Läufer eine der verschiedenen Kategorien in Angriff.
Auch heuer lassen die Zahlen – Anfang Woche hatten sich in der Hauptkategorie über 12,2 Kilometer fast 1300 Personen angemeldet – auf eine weitere erfolgreiche Durchführung schliessen.
Die Popularität kann nicht überraschen. Der Kurs um den Pfäffikersee ist deutlich weniger lang als ein Halbmarathon und liegt in einer landschaftlich reizvollen Umgebung. Letzteres verstärkt das Lauferlebnis und hilft wohl auch, die Anstrengungen auszublenden. Kommt hinzu, dass 60 Prozent der Strecke auf Naturstrassen liegen. Das schont die Gelenke.
Der von der Leichtathletik-Vereinigung Zürcher Oberland organisierte Pfäffikerseelauf ist traditionell der Abschluss des Zürilauf-Cups. Dieser wurde bereits 1986 ins Leben gerufen und ist die grösste und älteste Laufserie der Schweiz. Er zählte allein im Jahr 2023 über 23’000 Finisher. Neben dem Wettkampf um den Pfäffikersee gehören in der Region auch der GP der Stadt Dübendorf sowie der Greifenseelauf zum Cup.
Zwölf Rennen standen heuer ursprünglich im Programm. Nur elf aber werden letztlich stattgefunden haben, da man im März aufgrund starker Windböen den Männedörfler Waldlauf absagen musste. Wer in die Zürilauf-Cup-Gesamtwertung aufgenommen werden will, muss mindestens fünf der Läufe absolviert haben.
Noch fehlt der Dominator
Christian Mathys heisst der Dominator der letzten Jahre bei den Männern. Der Pilot aus dem Kanton Solothurn liess sich schon sechsmal als Sieger der Gesamtwertung feiern, zuletzt viermal in Serie.
Der 37-Jährige führt in der Gesamtwertung auch heuer vor dem letzten Rennen vor dem Unterländer Stefan Ulrich. 16 Punkte trennen die zwei besten Läufer.
Während Ulrich am Pfäffikerseelauf antritt, steht Mathys noch nicht auf der Startliste. Auf dieser fehlen bis anhin der letztjährige Sieger Armin Flückiger ebenso wie Olivia Keiser, die im Vorjahr bei den Frauen nach den 12,2 Kilometern als Schnellste wieder zurück in Wetzikon war.
Witziges Detail: Genau gleich lang wie der Kurs um den Pfäffikersee ist übrigens der Zumiker Lauf. Bei jenem müssen die Teilnehmenden allerdings mehr als doppelt so viele Höhenmeter absolvieren. Der US-Amerikaner T-Roy Brown gewann das Rennen Anfang Juni.
Landsleute von Brown finden sich auch unter den Angemeldeten für den Wettkampf vom Sonntag. Überhaupt ist das Starterfeld am Pfäffikerseelauf sehr international. Aus fast 50 verschiedenen Nationen stammen die Starterinnen und Starter.
