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Dieser Weisslinger hat Nerven aus Stahl

Als es zählte, war er bereit: Urs Hutmacher hat in Appenzell mit dem legendären Unspunnenstein triumphiert.

Gleich zweimal gelingt Urs Hutmacher in Appenzell mit dem Rücken zur Wand ein Topversuch.

Foto: Keystone

Dieser Weisslinger hat Nerven aus Stahl

Grosser Sieg für Urs Hutmacher

Er muss mit seinem zweiten Versuch im Final alles riskieren – und Urs Hutmacher fängt den bis dahin Führenden prompt noch ab.

Der Steinstösser aus Weisslingen hats einfach drauf. Und liefert, wenn es zählt. Das hat er im Rahmen des Jubiläumsfestes des Schwingverbandes gleich doppelt gezeigt. Hutmacher triumphierte in Appenzell mit dem legendären Unspunnenstein. Vor einem Jahr hatte der 30-Jährige schon am Unspunnenfest in Interlaken triumphiert.

Nun legte Hutmacher, der Saison-Dominator im Steinstossen, am Sonntag in Appenzell also nach. Und wie er das machte, verdient Respekt. Hutmacher scheint Nerven aus Stahl zu haben. Erst mit dem letzten Stoss überhaupt sicherte er sich den Einzug in den Final der besten drei.

Das einfache Erfolgsrezept

In diesem lag er nach seinem ersten Versuch hinter dem einstiegen Seriensieger Remo Schuler, der von 2016 bis 2019 ungeschlagen geblieben war, auf Rang 2. Mit seinem zweiten und letzten Versuch übertrumpfte Hutmacher den Schwyzer aber noch. Er wuchtete den 83,5 Kilogramm schweren Stein auf 3,88 Meter – sieben Zentimeter weiter als Schuler.

Cool wirkte Hutmacher nicht nur im Wettkampf, sondern auch danach im SRF-Interview. Sein Erfolgsrezept? «Man muss einfach riskieren, hat ja nichts zu verlieren.»

Neben Hutmacher stand mit Daniel Kranzelbinder ein zweiter Oberländer im Final. Der Egger beendete diesen auf Rang drei. Nachdem Kranzelbinder den Stein zuerst auf 3,43 m gewuchtet hatte, musste er sich im zweiten Stoss mit 2,91 m begnügen.

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