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Abraham gelingt ein versöhnlicher Abschied von der Olympiabühne

Platz 38 tönt nicht spektakulär. Doch Tadesse Abraham lief den Olympiamarathon unter speziellen Bedingungen.

Für Tadesse Abraham war das Olympiarennen der letzte Karrierehöhepunkt.

Foto: Keystone

Abraham gelingt ein versöhnlicher Abschied von der Olympiabühne

Marathonläufer des LC Uster

Bis kurz vor dem Marathon in Paris stand sein Einsatz auf der Kippe. Auch darum war Tadesse Abraham mit Rang 38 zufrieden.

Am Montag feiert Tadesse Abraham seinen 42. Geburtstag. Der Athlet des LC Uster wird das in Paris machen. Ein schönes Geschenk hat er sich im Olympiamarathon gleich selber gemacht. Obwohl es beim ersten Blick aufs Resultat gar nicht so aussieht. Der Schweizer Rekordhalter klassierte sich mit einer Zeit von 2:12:22 Stunden auf Platz 38 und damit knapp nicht in der ersten Ranglistenhälfte.

Die Vorzeichen für einen Exploit waren indes alles andere als ideal. Der LCU-Läufer hatte sich im kenianischen Hochland auf seinen letzten Karrierehöhepunkt vorbereitet. Und erlitt da in der Endphase eine leichte Verletzung an der Oberschenkel-Muskulatur. Zwei Wochen lang absolvierte Abraham zuletzt kein Lauftraining mehr. Ein Tag vor dem Marathon stand sein Start gar auf der Kippe, weshalb man nachvollziehen kann, sagte Abraham im Ziel gegenüber SRF: «Ich bin megahappy, bin ich fertig gelaufen.»

Für Abraham war es der bereits dritte Marathon an Olympischen Spielen nach 2016 (7. Platz) und 2021. Nachdem er vor drei Jahren in Japan wegen Atemproblemen hatte aufgeben müssen, endet seine Olympiageschichte nun also auf versöhnliche Weise.

Auf den letzten 200 m gingen ihm seine Olympiarennen durch den Kopf, so Abraham. «Mein Traum war einst, einmal an den Spielen teilzunehmen, jetzt waren es sogar drei Mal.»

Tola gewinnt mit Olympiarekord

Nach rund einem Drittel der Distanz lag der LCU-Athlet an 51. Stelle, ehe er kontinuierlich an Boden gut machte. Bei Kilometer 35 lagen der 41-Jährige und Matthias Kyburz, der zweite Schweizer, dann gleichauf. In der Schlussphase musste Abraham den Teamkollegen dann aber ziehen lassen, der in seinem erst zweiten Rennen über die 42,195 km das Ziel auf Rang 30 erreichte.

Die Goldmedaille holte sich mit einem eindrücklichen Auftritt Tamirat Tola . Der erst nachträglich nachgerutschte Äthiopier drückte früh aufs Tempo, setzte sich ab und liess sich nicht mehr abfangen. Tola stellte mit 2:06:26 gar einen Olympiarekord auf.

Für Abraham war der Olympiamarathon in Paris das letzte grosse Meisterschaftsrennen der Karriere. Ende Saison beendet er seine Laufbahn, das hat Abraham längst kund getan. Einen letzten Marathon als Profi wird er zuvor noch laufen – in Valencia.

Der älteste Teilnehmer im Olympiamarathon war der fast 42-jährige Abraham übrigens nicht. Der dreifache Olympiasieger Kenenisa Bekele aus Äthiopien, ist noch zwei Monate älter. Er kam am Samstag direkt hinter Abraham ins Ziel.

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