Marquart nach Zusatzschlaufe im Olympia-Halbfinal
Mönchaltorfer BMX-Fahrer
Souverän wäre anders. Aber immerhin überstand Simon Marquart die Viertelfinals. Vor allem mit seinen Starts konnte er nicht zufrieden sein.
Nicht nur Nationaltrainer David Graf war erleichtert. «Das war nicht so, wie wir es uns vorgestellt hatten.» Alle vier Schweizer Starter mischten an den Olympischen Spielen in Paris in den Viertelfinals nie ganz vorne mitten. Cédric Butti und Zoé Claessens waren noch am besten, sie qualifizierten sich jeweils auf Rang 8 für den Halbfinal. Nadine Aeberhard rutschte als Elfte gerade noch durch. Die Top 12 der Viertelfinals waren weiter.
Eine Zusatzschlaufe musste Simon Marquart überstehen. Dem Mönchaltorfer lief es am wenigsten. Der erste Start missglückte, die anderen waren auch nicht viel besser. So fand er sich in seinen Läufen auf den Rängen 6, 4 und 7 wieder.
Das reichte klar nicht für die Top 12. Auf dem 19. Platz sicherte er sich immerhin den Start im «Rennen der letzten Chance», zu dem die Fahrer auf den Viertelfinalrängen 13 bis 20 antreten konnten.
Marquart nutzte diese letzte Chance, obschon der Start wieder nicht gut war. Er lag an fünfter Stelle. In der letzten Kurve zog er innen vorbei und wurde Zweiter, die besten vier Fahrer kamen weiter. Damit können die zwei Schweizerinnen und zwei Schweizer am Freitag ab 20 Uhr geschlossen zum Halbfinal antreten; der Final findet anschliessend statt.
Wie einst an der WM
«Es war nicht mein Idealtag, aber letztlich hat es geklappt. Eine Runde mehr oder weniger ist nicht so schlimm», meinte Marquart. «Das geht am Freitag schon, ich muss etwas ruhiger werden.» Und er sagt: «Im Viertelfinal kann man nichts gewinnen, nur verlieren. Eine unangenehme Situation Es ist mir sehr gut gelungen, locker zu bleiben. Aber ab Mittwoch merkte ich die Anspannung schon.» Gedanken wegen der Zusatzrunde mache er sich keine: «Ich bin so schon Weltmeister geworden.»
Er denkt, dass für Freitag eine Steigerung möglich sei. «Das gibt ein anderes Rennen.» Marquart will «Schritt für Schritt nehmen und dann schauen, was sein wird.»
Seine Freundin, die Kolumbianerin Gabriela Bolle musste ebenfalls übers «Rennen der letzten Chance». Sie überstand es als Laufdritte.
