«Den 100-Meter-Final zu sehen – das wäre riesig»
Illnauer Reiterin
Oberländer Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Olympischen Spielen geben Einblicke in ihren Alltag. Dieses Mal mit Vielseitigkeitsreiterin Nadja Minder aus Horben bei Illnau.
Woran denken Sie beim Wort Olympia als Erstes?
Nadja Minder: Ans Logo.
Was bedeutet Ihnen die Olympia-Teilnahme?
Es ist ein absoluter Kindheitstraum, der in Erfüllung geht.
Was darf in Ihrem Reisegepäck nicht fehlen?
Der Reithelm. Oder besser: das Ross. Das ist noch wichtiger (lacht).
Was machen Sie als Letztes unmittelbar vor jedem Wettkampf?
Ich visualisiere noch einmal den Parcours. Ich probiere dabei, ruhig auf dem Bett zu liegen, und habe die Hände so vor mir, als würde ich auf dem Ross sitzen und die Zügel halten.
Wir haben mit Prosecco angestossen, vielleicht war es sogar Champagner.
Nadja Minder
Welche Eigenschaft an Ihnen ist typisch schweizerisch?
Vielleicht jene, dass ich es immer allen recht machen möchte.
Was fällt Ihnen beim Stichwort Frankreich ein?
Der Eiffelturm.
Wie gut können Sie sich auf Französisch verständigen?
Verstehen tue ich die Sprache sehr gut, reden aber ist schwieriger.
Womit haben Sie sich nach geschaffter Olympia-Selektion belohnt?
Ich bin an jenem Abend mit der Familie und mit Freunden zusammengesessen. Wir haben mit Prosecco angestossen, vielleicht war es sogar Champagner.
In welcher Olympischen Sportart sind Sie am wenigsten talentiert?
Sicher in einer, die mit Beweglichkeit zu tun hat. Zum Beispiel die Rhythmische Gymnastik.
Mit welchem Sportler oder welcher Sportlerin würden Sie im olympischen Dorf gerne einen Kaffee trinken?
Roger Federer geht leider nicht mehr. Es gäbe so viele, da kann ich mich nicht entscheiden. (Überlegt.) Soll es ein Schweizer sein? Vielleicht mit Leichtathlet Simon Ehammer.
Wer ist Ihr grösster Fan?
Wohl meine beste Freundin und hoffentlich meine Eltern.
Wer ist Ihr schärfster Kritiker?
Ich selber.
Welches Souvenir werden Sie mit nach Hause nehmen?
Also abgesehen von der olympischen Kollektion? Ich würde wohl das Eintrittsticket behalten, sollte ich andere Wettkämpfe besuchen können. Daheim schaute ich an Olympischen Spielen im Fernsehen ja jeweils sehr vieles. Jetzt in Paris wäre es cool, Beachvolleyball unter dem Eiffelturm sehen zu können. Oder Leichtathletik-Wettkämpfe. Den 100-Meter-Final etwa – das wäre riesig.
