Sie ist dann schnell, wenn sie Spass hat
Profibikerin aus Laupen
Soeben ist Nicole Koller ihr bisher bestes Weltcup-Resultat gelungen. Der Erfolg kam unerwartet – wie der Sieg am Cape Epic. Es ist ein Fingerzeig, wie sie tickt.
Um die Augen, auf den Wangen und am Hals – die Dreckspritzer sind übers ganze Gesicht verteilt. Nicole Koller wirkt erschöpft. Doch da ist eben auch diese tiefe Zufriedenheit, die sie im Zielraum ausstrahlt.
Als Sechste hat die in Laupen lebende Fahrerin am Heim-Weltcup in Crans-Montana das Cross-Country-Rennen beendet. Auf einer aufgeweichten und dadurch schwierig zu fahrenden Strecke. Kollers Fazit: «Es war mega.»
Sie hatte sich für ihren Heimauftritt am vergangenen Wochenende nicht etwa ein Resultatziel gesetzt, sondern anderes in den Vordergrund gerückt: «Ich möchte den Flow finden, Spass haben und mir wieder selber mehr vertrauen.»
Sechste – so weit vorne war Koller zuvor im Weltcup noch nie klassiert gewesen.

