Er schiesst sich komplett ab – und kommt dennoch zu seinen Lehrstunden
Jungprofi aus Gibswil
Felix Stehli hat seine erste Tour de Romandie im Gesamtklassement weit hinten beendet. Das hat nicht nur mit dem hohen Niveau des Rennens zu tun.
Das Timing hätte kaum schlechter sein können. Da freute sich Felix Stehli schon länger, Ende April mit dem Schweizer Nationalteam an der Tour de Romandie teilzunehmen. Ein prestigeträchtigeres Rennen hat der 23-Jährige aus Gibswil vorher noch nie absolviert. Und dann das: Stehli schlägt sich im Vorfeld mit gesundheitlichen Problemen herum.
Erst stoppt den Fahrer des auf der Continental-Stufe angesiedelten Teams Vorarlberg ein Magen-Darm-Virus. Den «Wurm» fängt sich Stehli in Griechenland ein, wo er mehrere Rennen bestreitet. Nachdem der Oberländer wieder einsatzfähig war, gewinnt er das nationale Rennen in Kiesen BE und glaubt: «Das ist der Startschuss, dass es wieder läuft.»
Kurz darauf erwischt ihn eine hartnäckige Erkältung, er kann kaum trainieren. Es ist alles andere als eine ideale Vorbereitung für die Tour de Romandie, an der er sich mit dem Schweizer Kreuz auf der Brust gerne im bestmöglichen Licht präsentiert hätte.
