Rüti tritt wieder als echtes Team auf
Solide Defensivarbeit
Der vor der Winterpause inferiore FC Rüti ist mit einem Sieg in die Rückrunde gestartet. Er bezwang Phönix Seen dank eines frühen Treffers 1:0.
Alles sei selbstredend noch nicht gut gewesen, sagte Tobias Küng nach dem knappen 1:0-Erfolg des FC Rüti über Phönix Seen. «Aber es lagen schon Welten zwischen dieser Darbietung und derjenigen vor der Winterpause.»
Sie seien aber wieder als echtes Team aufgetreten, hätten solidarisch gekämpft und überhaupt sei die Stimmung spätestens nach den zuletzt zwei Siegen in der Vorbereitung wieder positiv, so der rekonvaleszente Verteidiger.
«Wenn du gewinnst, ist halt immer alles besser», weiss Küng, der deshalb hofft, dass es so weitergehen möge. «Schliesslich brauchen wir in der Rückrunde acht Siege, um sicher den Liga-Erhalt zu schaffen.»
Nur wenige Höhepunkte
Dass sie den ersten Erfolg schon gegen Phönix schafften, verdankten die Rütner nicht zuletzt einem denkbar günstigen Start in die Zweitliga-Partie. Sie benötigten nämlich keine drei Minuten, um von einem Fehler der Winterthurer im Aufbau zu profitieren und das erste Tor zu erzielen. Harbin Osmani musste dabei eine Vorlage von Taulant Syla nur noch einschieben.
Danach entwickelte sich auf dem Kunstrasen eine Zweitliga-Partie auf bescheidenem Niveau, in der sich das Geschehen weitgehend auf das Mittelfeld beschränkte und die wenige Höhepunkte bot. Einer der wenigen war der Schuss von Neuzugang Nico Würmli, der nach einer sehenswerten Kombination über mehrere Stationen aber nur die Latte traf.
Ansonsten waren die Oberländer, die zum Abschluss der Hinrunde zwei Kanterniederlagen hatten hinnehmen müssen, in erster Linie bestrebt, solide Defensivarbeit zu leisten. Zumindest das gelang ihnen vorzüglich, so dass die Gäste einem Tor bis zur Pause nicht ein einziges Mal nahe kamen.
Im zweiten Abschnitt intensivierte der FC Phönix zwar seine Bemühungen, für Angst und Schrecken sorgte er bei den Rütnern aber weiterhin nicht. Erst in den letzten Minuten vermochten die Gäste den Druck derart zu erhöhen, dass Rütis Sieg ernsthaft in Gefahr geriet. Das Heimteam zeigte sich aber bis zuletzt kämpferisch und verteidigte den eigenen Strafraum wacker.
Greifenseer Niederlage Nummer elf
Der viertplatzierte FC Gossau startete derweil mit einem 1:1 bei Tabellennachbar Herrliberg in die Rückrunde. In einer ausgeglichenen Partie ging er nach der Pause dank eines Treffers von Jari Fankhauser in Führung. Die Oberländer kassierten kurz vor Schluss noch den Ausgleich und verpassten in der Nachspielzeit das Tor zum Sieg, als Lukas Müller den Ball nicht im leeren Tor unterbrachte.
Noch unglücklicher kämpfte der FC Greifensee in der Heimpartie gegen Kloten. Er hatte besonders in der zweiten Hälfte Torgelegenheiten zuhauf, kassierte aber in ebendieser gegen die auf bescheidenem Niveau agierenden Gäste zwei Gegentore und verlor 0:2. Für den Tabellenvorletzten war es die bereits elfte Niederlage im 14. Saisonspiel.
Rüti - Phönix Seen 1:0 (1:0). – Tor: 3. Osmani 1:0.
Herrliberg - Gossau 1:1 (0:0). – Tore: 55. J. Fankhauser 0:1. 89. Böckli 1:1.
Greifensee - Kloten 0:2 (0:0). – Tore: 47. 0:1. 81. Frei 0:2.
